Bayern scheitert an pariser mauer: champions-league-traum platzt!

München – Ein rabenschwarzer Abend für den FC Bayern! Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain verpassten die Münchner knapp den Einzug ins Finale in Budapest. Ein müdes 1:1 reichte nicht, nachdem die erste Partie in Paris mit 4:5 verloren gegangen war. Der Traum vom Triple ist damit jähgebrochen.

Früher schock und pariser defensive

Die Pariser erwischten den FC Bayern von Beginn an kalt. Bereits in der dritten Minute brachte Ousmane Dembélé die Gäste nach einer Vorlage von Khvicha Kvaratskhelia in Führung. Im Gegensatz zum torreichen Hinspiel agierte PSG vor allem mit einer beeindruckenden Disziplin in der Defensive. „Le Parisien“ sprach von einer Leistung, „bei der selbst die Götter aus allen Wolken gefallen wären“, und „Le Figaro“ bezeichnete das Duell als ein „Kräftemessen der Titanen“.

Die Münchner Offensive prallte an dieser Abwehrwucht ab. „Abgeprallt am Pariser Abwehrblock“ – so treffend fasste man die Situation zusammen. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit gelang Harry Kane der Ausgleich, doch die Uhr tickte unaufhaltsam.

Schiri-debatte überschattet das spiel

Schiri-debatte überschattet das spiel

Doch es gab mehr als nur die sportliche Enttäuschung. Auch diesmal, wie bereits im Parallelspiel zwischen Arsenal und Atlético Madrid, rückten strittige Schiedsrichterentscheidungen in den Fokus. Die „Bild“-Zeitung titelte: „Wut auf den Schiri! Bayerns Triple-Traum zerstört!“ Konkret ging es um zwei Handspiel-Situationen von PSG-Spielern, die jeweils einen Elfmeter oder eine Gelb-Rote Karte nach sich gezogen hätten können. Die Gemüter kochten – und die Diskussion wird noch lange nachwirken.

Trainer Thomas Tuchel dürfte sich ebenfalls fragen, was hätte anders laufen können. Die Chancen waren da, aber die Umsetzung ließ zu wünschen übrig. Eine gewisse Chancenverwertung fehlte, um die Pariser Abwehr zu knacken.

Die stimmen zum spiel

Die stimmen zum spiel

Vincent Kompany, der Coach des FC Bayern, sprach von einer Mannschaft, die „keine Killer“ war. Ein Denkzettel für die kommende Saison, in der mehr Stabilität und Durchsetzungsvermögen gefordert sind. Die Pariser hingegen feierten einen historischen Sieg und stehen im Finale, wo sie auf Arsenal treffen.

Die internationale Presse ist sich einig: PSG hat verdient gewonnen. „The Guardian“ schrieb, dass PSG „ernst gemacht“ und den FC Bayern „neutralisiert“ habe. „Marca“ sprach von einem „Mucho Lucho“ – ein Hinweis auf die Leistung von Luis Enrique, dem Trainer von PSG.

Ob die Bayern nun in der Bundesliga die Reißleine ziehen und den Abstand zu Bayer Leverkusen verringern können, bleibt abzuwarten. Doch im Moment steht der bittere Nachgeschmack der verlorenen Chance im Vordergrund. Der Traum vom Henkelpott ist geplatzt, und mit ihm auch die Hoffnung auf ein drittes Triple für den FC Bayern.