Bayern münchen: rekord, goretzka-heldentum und die neuer-frage
Die Fußballwelt atmet auf: Der FC Bayern München hat nicht nur einen historischen Rekord gebrochen, sondern auch vor dem Kracher gegen Real Madrid eine neue Schlagseite bekommen. Raimund Hinko, Legende unter den Sport BILD-Reportern, beleuchtet in seiner Kolumne „Meine Bayern“ die aktuellen Entwicklungen und wirft einen Blick auf die Zukunft des deutschen Rekordmeisters.
Die 101-tore-hürde ist genommen
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der FC Bayern München hat die 101-Tore-Marke der Saison 1971/72 übertroffen. Ein beeindruckender Wert, der selbst die gefürchteten Angreifer von Real Madrid, Vinicius Junior und Federico Valverde, ins Staunen versetzt. Michael Olise, Luis Diaz und Harry Kane – die neuen Stars im Bayern-Trikot – sorgen für einen Torhunger, der seinesgleichen sucht und die Fans in Ekstase versetzt.
Doch der Blick nach vorne ist ebenso wichtig wie die Feier der Vergangenheit. Der bevorstehende Clásico gegen Real Madrid ist das Duell der Giganten, und die Vorbereitung läuft auf Hochtouren.

Goretzka als unerwarteter held
Leon Goretzka, dessen Vertrag in Bälde ausläuft, hat sich in den letzten Wochen als eine Art Bayern-Held entpuppt. Sein Volley-Treffer auf St. Pauli zum 102. Jubiläumstreffer war nicht nur ein wichtiges Tor, sondern auch ein Zeichen seiner Wertschätzung im Verein und bei den Fans. Der Bochumer, der von Schalke kam, genießt hohes Ansehen und seine Meinung wird gehört – insbesondere wenn es darum geht, Karl-Heinz Rummenigge zu beruhigen.
Goretzka widersprach Rummenigges Warnungen vor Real Madrid und betonte selbstbewusst: „Wir wissen selbst, was wir können.“ Seine enge Beziehung zu Jamal Musiala, dem schlangenhaften Künstler am Ball, ist dabei ein weiterer Pluspunkt. Der Mittelfeldspieler unterstützte Musiala auch nach dessen Verletzung und forderte, dass er für die Nationalmannschaft bereitsteht.

Die neuer-frage und die erinnerungen an 1972
Während die Bayern in Topform sind, bleibt die Frage nach Manuel Neuers Zukunft offen. Mit biblischen 40 Jahren steht der Torwart an einem Scheideweg, und seine Entscheidungen werden den FC Bayern maßgeblich beeinflussen. Der Ehrenpräsident Franz Hoeneß betonte nach dem 5:0-Sieg bei St. Pauli: „Das gefällt mir am besten – wenn wir gewinnen und Tore schießen!“
Die Erinnerungen an die Vergangenheit sind allgegenwärtig. Wie 1972, als Gerd Müller beim 4:0 gegen die Sowjetunion im Münchner Olympiastadion alle vier Tore für sich reklamierte, während Hoeneß darauf bestand, das zweite Tor erzielt zu haben. Eine Szene, die bis heute für Gesprächsstoff sorgt und die Legenden der Bayern aufleben lässt. Und wer erinnert sich nicht an Gerd Müllers krabbelndes Tor beim 8:0-Pokalsieg gegen Tennis Borussia Berlin im September 1976? Ein Moment, der die unbändige Torlust der Bayern verkörpert.
Harry Kane, mach es nach!
Die Zukunft des FC Bayern München hängt von vielen Faktoren ab, aber eines ist sicher: Mit der aktuellen Mannschaft und dem unbändigen Siegeswillen sind sie bereit, die Herausforderungen der kommenden Saison zu meistern. Und die Verlängerung von Manuel Neuers Vertrag ist dabei unerlässlich – ich möchte ihn am liebsten mit 50 noch fliegen sehen!
