Bayern münchen: dallmanns comeback befeuert titelträume!
München – Ein kniffliges Viertelfinale überstanden, die Angst vor dem Scheitern scheint überwunden: Der FC Bayern München blickt selbstbewusst Richtung Halbfinale der Champions League. Schlüsselspielerin in dieser Entwicklung ist Linda Dallmann, deren Leistungen nach einer unsicheren Phase eine bemerkenswerte Renaissance erleben. Nach dem 2:1 im Rückspiel gegen Manchester United herrscht in der Säbener Straße Euphorie, gepaart mit dem unbedingten Willen, den ersehnten Titel zu holen.
Die „köttel“-aussage und die bittere realität
„Die Köttel in den Hosen“, schmunzelte Dallmann nach dem Spiel, bevor sie plötzlich ernster wurde. Ein weiteres Spiel wie die erste Halbzeit gegen United, in der die Bayerninnen kaum Zugriff hatten, hätte den Traum vom Champions-League-Titel frühzeitig begraben können. Bianca Rech, Klubdirektorin, brachte die Stimmung auf den Punkt: „Das darf uns im Halbfinale nicht passieren. Wir müssen lernen, von der ersten Sekunde an da zu sein.“
Doch die Verantwortlichen lassen sich nicht entmutigen. „Träumen darf man“, erklärte Rech mit leuchtenden Augen, „und man darf auch den Glauben daran haben, dass wir Barcelona ärgern können.“ Der FC Bayern gilt als Topfavorit für die Vorschlussrunde, nachdem das Team bereits ein beeindruckendes 6:2 im Hinspiel gegen Real Madrid errungen hat. Ein halbes Jahr nach der historischen 1:7-Demütigung in Barcelona scheint der FC Bayern bereit für die Revanche.

Dallmanns weg zurück in die stammelf
„Das war eine der größten Lehrstunden“, erinnert sich Dallmann an das Spiel gegen Barcelona. „Seitdem haben wir uns extrem weiterentwickelt.“ Dieser Entwicklungsschritt gilt auch für die 31-Jährige selbst. Unter dem ehemaligen Coach Alexander Straus fand sie sich oft auf der Ersatzbank wieder, und der Wechsel zu Benfica Lissabon im Mai 2025 schien eine durchaus realistische Option. Doch unter José Barcala hat sich das Blatt gewendet. Dallmann ist fest in die Startelf integriert und genießt das Vertrauen des Trainers – eine Entscheidung, die sich bereits jetzt auszahlt. Der Verein hat ihren Vertrag bis 2027 verlängert, ein klares Zeichen des Vertrauens.
Neben Dallmann lobte Rech auch die Qualität und Überzeugung der gesamten Mannschaft, den „Zug zum Tor“ und die Führungsqualitäten von Spielerinnen wie Pernille Harder und Momoko Tanikawa. „Die will das!“, schwärmte Rech über Harder, die mit ihrer Entschlossenheit das Team nach vorne treibt. Tanikawa hingegen „zaubert förmlich auf dem Platz“, so Rech.
Die Erinnerung an den bitteren Abend in Barcelona, an dem die Bayerninnen völlig einseitig debütierten, ist noch frisch. Doch nun, mit Klara Bühl, Katharina Naschenweng und Jovana Damjanovic im Kader, sind die Chancen auf den Halbfinaleinzug deutlich gestiegen.

Barcalas glaube an die unaufhaltsame entwicklung
„So viel Herz, so viel Talent“, betonte Kapitänin Glodis Viggosdottir, die mit ihrem Ausgleichstreffer den Weg zum Sieg ebnete. José Barcala, der Trainer, glaubt fest an seine Mannschaft. „Er hat uns das in der Pause eingeimpft“, so Dallmann. „Danach haben wir die beste Version meiner Mannschaft gesehen.“ Rech würdigte Barcalas „große Rolle“ auf dem Weg in Richtung europäischer Spitze und bezeichnete den Sieg als „ein kleines Ausrufezeichen für den deutschen Fußball“ und „einen großartigen Schritt für uns als Verein“.
Barcala ist überzeugt: „Diese Mannschaft kennt keine Grenze. Wie sie sich coachen, wie lernwillig sie sind – mit dieser Einstellung gibt es keine Decke. Die Entwicklung dieser Mannschaft ist unaufhaltsam.“ Und so darf der FC Bayern München jetzt tatsächlich davon träumen, den großen Coup zu landen. Die Revanche gegen Barcelona ist in greifbarer Nähe.
