Bayern feiert madrider triumph – dreesen kritisiert polizeieinsatz
Madrid bebte, als der FC Bayern München den verdienten Sieg im Estadio Santiago Bernabéu feierte. Ein Coup, der die Wartezeit auf einen Auswärtssieg in der spanischen Hauptstadt auf 25 Jahre belief – eine Epoche, die Jan-Christian Dreesen, Vorstandschef des Rekordmeisters, bei der nachtschichtlichen Siegesfeier mit den Spielern eindrücklich hervorhob.
Neuer als „goat“ – dreesen lobt die reaktion
„Wir haben hier gewonnen, wo wir seit 25 Jahren nicht mehr siegreich waren. 2001 war es Giovane Élber, der die Nullnummer erzielen konnte, heute war es unsere Mannschaft – ein Unterschied wie Tag und Nacht!“, so Dreesen in seiner Ansprache an die Mannschaft. Besonders Manuel Neuer, dessen Leistung als „weltklasse“ und „außergewöhnlich“ beschrieben wurde, erntete die größten Lorbeeren. „Manuel, heute warst du der entscheidende Faktor, der uns den Sieg gebracht hat. Du bist einfach der GOAT!“, betonte Dreesen, der anmerkte, dass der Sieg zwar Grund zur Freude bereite, die Rückspielpartie in München jedoch eine weitere immense Herausforderung darstelle. „Real Madrid verfügt über die nötige Qualität, um das Ergebnis umzukehren, aber auch wir haben das Zeug dazu.“
Doch der Jubel wurde getrübt. Neben dem sportlichen Erfolg stand der Polizeieinsatz bei der Ankunft der Bayern-Fans am Stadion im Raum. Dreesen äußerte sich besorgt über die Vorkommnisse, die er als „incomprehensibel und inakzeptabel“ bezeichnete. Die Süddeutsche Zeitung zitiert ihn mit den Worten: „Solches Verhalten der Polizei sollte nicht zur Normalität bei Auswärtsspielen in Europa werden.“

Eskalation bei sicherheitsbesprechung – antiterror-ausrüstung schockiert
Die Kontroverse um die Polizeipräsenz wurde durch weitere Details verstärkt, die bei der Sicherheitsbesprechung am Dienstagvormittag offenbar wurden. Laut Augenzeugenberichten erschien der spanische Polizeikommandant in voller Antiterror-Ausrüstung, inklusive kugelsicherer Weste und Kampfstiefeln. Diese Inszenierung, so die Berichterstattung, wirkte auf die Münchner Verantwortlichen wie eine deutliche Drohung und trug zur bereits angespannten Atmosphäre bei. Die Frage, ob diese Darstellung eine gezielte Provokation darstellen sollte, bleibt unbeantwortet.
Die Bayern-Delegation verließ Madrid mit einem wichtigen Sieg im Rücken, aber auch mit dem bitteren Nachgeschmack eines unprofessionellen Polizeieinsatzes und der Gewissheit, dass das Rückspiel in München alles andere als eine Formsache sein wird. Die Spannung im Champions-League-Duell zwischen Bayern und Real Madrid ist damit spürbar gestiegen – und der Ausgang bleibt völlig offen.
