Bayern dreht 0:3 in mainz: kompany-elf feiert irrwitzige 4:3-show
Mainz war 45 Minuten lang im Rausch, dann kam der FC Bayern und schlug zurück wie ein Berserker. Die 0:3-Pausenpleite wurde zur 4:3-Sensation – der neunte Sieg in Serie, die Generalprobe für Paris geglückt, der Klassenerhalt für die Nullfünfer vertagt.
Kohr, nebel, becker – mainz schlägt dreimal zu
Der Plan von Urs Fischer war von Anfang an klar: Laufen, stören, kontern. Und es funktionierte. Kaishu Sano leitete mit einem perfekten Kopfball nach Ecke den 1:0 durch Dominik Kohr ein (15.), Paul Nebel verwertete den zweiten Konter eiskalt (29.), Sheraldo Becker stocherte den dritten über die Linie (45.+2). Die Mewa Arena tobte, München wirkte wie gelähmt. Vincent Kompany hatte mit Bara Ndiaye (18) ein Experiment gewagt – und das ging nach hinten los. Die Mainzer Presse fraß die Bayern-Defensive, Jonas Urbig verhinderte Schlimmeres.
Die Statistik war brutal: 0,19 xG für Bayern zur Pause, 3:0 für Mainz. Zum ersten Mal seit 2008 ging der Rekordmeister mit einem Drei-Tore-Rückstand in die Kabine.

Kane und olise retten die königsklasse-atmosphäre
Kompany reagierte sofort. Harry Kane und Michael Olise kamen, die Marschrichtung änderte sich. Nicolas Jackson verkürzte per Volley (53.), Olise schlenzte das 2:3 ins lange Eck (73.), Jamal Musiala jagte den Ausgleich unter die Latte (80.). Mainz wankte, Bayern roß die Kiste. Die Vorentscheidung folgte nach einem Patzer von Daniel Batz: Kane stand goldrichtig und schob zum 4:3 ein (83.).
Die Arena verstummte, die Bayern jubelten wie nach einem Titel. Für Kompany eine perfekte Antwort vor dem Halbfinale in Paris – auch wenn er dort wegen Gelb-Rot auf der Tribüne sitzt.

Mainz muss weiter zittern – bayern kann heidenheim erledigen
Für Mainz bleibt die Lage eng. Mit 29 Punkten rangiert man auf Relegationsplatz 16, ein Zähler fehlt zur Rettung. Am Sonntag geht’s zum FC St. Pauli – ein Punkt würde reichen. Die Mainzer Anhänger werden sich an diesen Nachmittag erinnern: 45 Minuten Traum, dann der Kater. Bayern dagegen kann am nächsten Samstag schon den Abstieg des 1. FC Heidenheim besiegeln – und dann geht’s nach Paris, wo die nächste Drama-Vorstellung ansteht.
