Bayern dominiert – doch der schatten von gnabrys verletzung hängt schwer!

München bejubelt die zwölfte Meisterschaft in elf Jahren, doch der Triumph wird von der Verletzung von Serge Gnabry getrübt. Während Joshua Kimmich die außergewöhnliche Konstanz der Mannschaft lobte, schwelgte er in Erinnerungen und betonte die schmerzliche Abwesenheit des verletzten Angreifers.

Ein meistertitel, der anders schmeckt

Die Freude über den 4:2-Sieg gegen Stuttgart ist ungetrübt, doch im Hintergrund liegt die Sorge um Serge Gnabry. Der Ausriss der Adduktoren, der sich beim – wie Vincent Kompany es nannte – „Penalty-Schießen“ zuzog, wirft einen langen Schatten auf die Feierlichkeiten. Kimmich sprach offen über den Verlust: „Der fehlt uns extrem – in der Kabine und auf dem Feld. Es ist ein sehr großer Verlust – sowohl als Fußballer als auch als Mensch.“

Die Konstanz ist das, was diese Meisterschaft besonders macht. Kimmich erklärte bei DAZN: „Es war bisher nicht eine Saison mit Ups und Downs, sondern wir waren sehr, sehr konstant. Das ist uns in der Form nicht so oft gelungen in den letzten elf Jahren, auch wenn wir da zehnmal die Meisterschaft geholt haben.“ Diese außergewöhnliche Stabilität, gepaart mit einer souveränen Leistung über die gesamte Saison hinweg, macht diesen Titel zu einem besonderen.

Jamal Musiala, der Kimmichs Abwesenheit in der Offensive hervorragend kompensierte, sprach von einem „großen Moment“ und hob die starke Mentalität des FC Bayern hervor. Trainer Kompany, sichtlich emotional, feierte ausgelassen mit der Südkurve und demonstrierte eine Leidenschaft, die man von ihm bisher selten sah. „Das musst du genießen“, betonte er.

Neuer als vorbild, musiala als hoffnungsträger

Neuer als vorbild, musiala als hoffnungsträger

Trotz des Triumphes blieben die Bayern mit den Füßen auf dem Boden. Kimmich scherzte über seinen Torwart Manuel Neuer, der am Sonntag auf der Bank sitzen musste: „Mit 40 steht er noch im Kasten. Deswegen kann man sich das als Vorbild nehmen, ich hoffe, da kommen noch zehn dazu.“ Die Anspielung auf Neuers ungebrochenen Ehrgeiz zeigt, dass im Bayern-Team der Hunger nach Erfolg ungebrochen ist.

Und während Gnabry fehlt, präsentierte sich Musiala als würdiger Vertreter. Seine Leistung gegen Stuttgart gab Anlass zur Hoffnung, dass die Bayern in den kommenden, entscheidenden Spielen der Champions-League-Halbfinalserie gegen Paris Saint-Germain zumindest adäquaten Ersatz haben werden. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie gut die Mannschaft die Lücke füllen kann.

Die Feierlichkeiten am Sonntag waren dementsprechend gediegen. „Wir sind oben ein bisschen in der Players Lounge und sitzen ein bisschen zusammen“, mutmaßte Kimmich über den Verlauf des Abends. Denn bei diesem FC Bayern gibt es nach dem Triumph bereits einen Blick nach vorne – hin zu weiteren ambitionierten Zielen.