Bayern darf wieder auf urbig bauen – 21-jähriger bekommt startelf-freigabe

Jonas Urbig steht. Punkt. Nach Tagen des Zitters hat der 21-jährige Keeper am Morgen die medizinische Freigabe erhalten und wird Bayern München im Rückspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo zwischen die Pfosten rücken. Die Entscheidung fällt knapp, fällt aber für den deutschen Rekordmeister.

Die gehirnerschütterung ist abgehakt

Die gehirnerschütterung ist abgehakt

Urbig war im Hinspiel noch Ersatzmann für Manuel Neuer, räumte beim 6:1 gegen die Italiener eine Gehirnerschütterung ein und musste passen. Sven Ulreich übernahm, verletzte sich in Leverkusen am Samstag an den Adduktoren – und schon drohte mit Leonard Prescott ein Szenario, das selbst Vincent Kompany lieber im Hinterkopf behielt. Der Coach hatte nach dem Abschlusstraining noch vorsichtig formuliert: „Wenn alles läuft, wie es jetzt läuft, steht Urbig im Tor.“ Jetzt läuft es.

Die Nummer zwei hinter Neuer wird zur Nummer eins in der Königsklasse. Für Urbig ist es das dritte Pflichtspiel in Folge, in dem er die Handschuhe überstreift – und das mit 21 Jahren in einer Saison, die für Bayern bislang nach Plan verläuft. Die Frage war nie, ob er kann, sondern ob er darf. Die Ärzte haben grünes Licht gegeben.

Kompany muss nun nur noch die Feinjustierung vornehmen: Wer schirmt vor Urbig ab, wer sichert die Räume, die Atalanta mit schnellem Umschalten sucht? Die Antwort darauf wird das Spielgerüst bestimmen, nicht der Name im Tor. Denn der steht fest: Urbig.

Die Null muss her, der Viertelfinal-Einzug auch. Bayern hat in den letzten fünf Heimspielen in der Champions League vier Mal zugeschlagen. Atalanta kassierte in München fünf Gegentore, eins mehr als in den drei Vorrunden-Auswärtsspielen zusammen. Die Zahlen sprechen für München, Urbig soll dafür sorgen, dass sie am Ende auch für das Torverhältnis stehen.

Mit Urbig zwischen den Pfosten und der Rückkehr von Neuer in den Kader rückt die Normalität ein Stück näher. Bis dahin gilt: Erstmal durchatmen, dann durchspielen. Die Freigabe ist da, der Druck bleibt.