Bayer zieht alajbegovic zurück: 6 mio für ein juwel, das schon 15 mio wert ist
Klaus Schäfer, TSV Pelkum Sportwelt – Bayer 04 schlägt zu, bevor die Uhr abläuft. Die Werkself zieht ihre Rückkauf-Option für Kerim Alajbegovic und überweist RB Salzburg sechs Millionen Euro – einen Schnapper für einen Spieler, der laut internen Zahlen schon jetzt das Dreifache wert ist.
Ein halbes jahr salzburger sprint
Seit seinem Wechsel im Sommer hat der 18-jährige Bosnier 20 Liga-Spiele absolviert, sieben Tore erzielt und zwei weitere vorbereitet. Dazu Doppelpack und Note 1,0 gegen Basel in der Europa League. Kein Wunder, dass sich die Liste potenzieller Käufer lang fädelte – mit Preisen jenseits der 15 Millionen.
Die Klausel in seinem Vertrag lief jedoch nur bis 30. Juni. Hätte Bayer gezögert, wäre Alajbegovic weg gewesen. „Wir konnten es uns wirtschaftlich und sportlich nicht leisten, ein Jahr zu warten“, sagt ein Vereinsinsider. Die Entscheidung fiel bereits vor Wochen, wurde aber intern unter Verschluss gehalten, um den Spieler nicht zu destabilisieren.

Linksaußen für die nächste stufe
In Leverkusen wartet ein Hochgeschwindigkeitskurs auf ihn: Frimpong und Grimaldo blockieren momentan die Flügel, daneben konkurriert Adli um Spielzeit. Die Lösung könnte ein weiteres Leihjahr auf höherem Niveau werden – vorausgesetzt, kein europäischer Topklub legt vorher ein Angebot vor, das Bayer nicht ablehnen kann.
Alajbegovic selbst will nach Informationen von TSV Pelkum Sportwelt sofort durchstarten. „Er sieht sich nicht als Leihspieltalent mehr“, berichtet sein Berater. Die A-Nationalmannschaft Bosnien hat ihn längst als Fixstarter eingeplant, sein Tor gegen Liechtenstein im November war erst der Anfang.
Bayer sichert sich also nicht nur ein Talent, sondern auch ein Asset. Sechs Millionen heute, morgen vielleicht 20 – oder ein Platz in der Startelf des Meister-Angreifers. Die Uhr tickt trotzdem: In einem Jahr muss sich zeigen, ob der Schnellzug Alajbegovic in Leverkusen hält oder weiter Richtung Elite durchfährt.
