Baumanns karriere-traum: neuer-comeback wirft schatten auf hoffenheimer torwart
Ein Satz, der die Fußballwelt kurzfristig in Aufruhr versetzt: Oliver Baumann, der etablierte Torwart der TSG Hoffenheim, hat in der NDR-Doku „Keeper – Zwischen Sieg und Scheitern“ Zweifel an einem möglichen Comeback von Manuel Neuer geäußert. Wenige Tage vor der finalen Kader-Nominierung für die Weltmeisterschaft stehen die Zeichen nun auf einem dramatischen Umbruch im deutschen Tor.
Die doku enthüllt baumanns gefühlswelt
Die Dokumentation, die am 17. Mai veröffentlicht wurde, begleitet Baumann, Ron-Thorben Hoffmann und Stina Johannes in den letzten Wochen und gewährt einen seltenen Einblick in das Innenleben von Leistungssportlern. Baumann spricht offen über seine Bewunderung für Neuer, dessen Einfluss auf das deutsche Torwartspiel unbestritten ist. „Er hat das Torwartspiel extrem geprägt und spielt bis heute auf einem Niveau, was Weltklasse ist“, so Baumann in der Doku. Er räumt ein, dass er sich von Neuer zwar nicht viel abschauen könne – „da er nicht die Größe und das physische Gesamtpaket wie Neuer habe“ – aber dennoch von dessen „Lösungsansätzen und Trainingsmethoden“ profitiert habe.
Doch der Moment, der nun für Gesprächsstoff sorgt, kommt am Ende der Dokumentation. Auf die Frage, wie er den Schatten seines potenziellen Konkurrenten wahrnimmt, antwortet Baumann mit einem Satz, der die Emotionen des Kickers sichtlich zum Vorschein bringen: „Ich glaube nicht, dass die Topspieler, die in den Nationalteams oder in der Bundesliga unterwegs sind, nachdenken: ‚Oh Mist, da steht der Manu, ich treffe den Ball auf einmal nicht mehr oder ich habe Angst, nur weil der eine Aura hat.’“

Von hoffnung zum möglichen rückschlag
Der Satz ist mehr als nur eine Aussage. Er ist ein Ausdruck der Karriere-Hoffnung, die Baumann mit dem Nationalmannschaftskader verbindet. „Natürlich war der Traum Nationalmannschaft da, und den jetzt greifen zu können, ist das absolute Highlight meiner Karriere“, erklärt er bewegt. Doch unmittelbar nach diesen Worten springt die Kamera auf die aktuelle Situation um das wahrscheinliche Comeback von Manuel Neuer, was Baumanns mögliche Degradierung zur Nummer zwei zur Folge hätte. Die Ironie des Moments ist kaum zu übersehen.
Die Frage, wer das deutsche Tor bei der Weltmeisterschaft besetzen wird, ist damit offener denn je. Während Neuer mit seiner Erfahrung und seinem Weltklasse-Niveau weiterhin ein heißer Kandidat ist, muss Baumann nun mit der Möglichkeit rechnen, wieder auf der Bank zu landen. Die Entscheidung liegt letztendlich bei Bundestrainer Flick, der in den kommenden Tagen die endgültige Kader-Nominierung bekannt geben wird. Die Spannung ist kaum zu überbieten.
