Ex-starpackt: cicinho gesteht alkohol-exzesse und tattoosessions im rausch
Rom – Der frühere Fußballstar Cicinho hat in einem überraschend offenen Interview schockierende Details über seine Vergangenheit preisgegeben. Der Brasilianer, der bei Real Madrid und Roma spielte, sprach offen über seine Alkoholprobleme, seine Tattoosessions im betrunkenen Zustand und die dunklen Seiten seines Lebens im Rampenlicht.
Ein leben zwischen fußball und alkohol
Cicinho, dessen bürgerlicher Name Francisco Eduardo Nascimento ist, begann bereits im Alter von 13 Jahren mit dem Trinken. „Ich probierte Bier auf einer Party und verliebte mich sofort in es“, gestand er. Mit steigendem Einkommen stieg auch sein Alkoholkonsum. In seiner Zeit bei Roma soll er an einem Tag unglaubliche 70 Bier und 15 Caipirinhas konsumiert haben – begleitet von zwei Schachteln Zigaretten. Ein erschreckendes Geständnis, das einen Einblick in die Abgründe des Ruhms gibt.
Er beschrieb, wie er das Fußballspielen mit dem Streben nach Geld und Vergnügen verband. „Ich wollte in den Himmel aufsteigen, viel Geld verdienen und Spaß haben“, erklärte er. Diese Einstellung führte zu exzessiven Partys, die oft bis in die frühen Morgenstunden dauerten, selbst wenn er am selben Tag trainieren musste.

Tattoosessions im rausch und depression
Die Sucht nach Alkohol führte auch zu impulsiven Entscheidungen. Cicinho gab zu, 25 Tattoos im betrunkenen Zustand haben zu lassen, da er Angst vor Nadeln hatte. „Ich wollte den Schmerz nicht spüren“, erklärte er. Später wurde bei ihm eine Depression diagnostiziert, die er jedoch zunächst nicht wahrhaben wollte. Erst die Unterstützung seiner Frau Marry half ihm, sich der Krankheit zu stellen.
Ein Wechselbad der Gefühle in Madrid: Cicinho erinnert sich an seine Zeit bei Real Madrid, wo er sich zunächst wie im siebten Himmel fühlte. „Ich dachte, ich könnte für immer feiern“, sagte er. Er kaufte Autos, Kleidung und veranstaltete Partys, zog sich aber oft zurück, um Paparazzi zu vermeiden. Stattdessen feierte er in seiner Villa mit Freunden, während er gleichzeitig für den Verein spielte.
Seine Karriere war von Verletzungen und Rückschlägen geprägt. Nach einem Kreuzbandriss verschärfte sich seine Alkoholproblematik erneut. Doch es waren seine Frau und sein Glaube, die ihm halfen, den Weg aus der Sucht zu finden. Heute lebt Cicinho in São Paulo, arbeitet als TV-Kommentator und hat seit 14 Jahren keinen Alkohol mehr getrunken. Vor zehn Monaten begann er auch einen Weg als evangelischer Pfarrer.
Cicinho blickt mit Hoffnung in die Zukunft. Sein fünfjähriger Sohn Emanuel träumt davon, Profifußballer zu werden, und Cicinho wünscht sich, dass sein Sohn eines Tages in Rom spielen kann. „Ich bin Roma sehr verbunden“, sagte er.
Ein letztes Detail, das Cicinho enthüllte, betraf den damaligen Roma-Trainer Fabio Capello. „Capello hat einmal vor allen Ronaldo die Hand auf den Bauch gelegt. Es war die Zeit, als Ronny sehr dick war.“ Ein kleiner Einblick in die Dynamik des damaligen Teams.
