Baumann kassiert vierer-pack – nagelsmanns wm-keeper in leipzig gebrandmarkt
Oliver Baumann wollte feiern, stattdessen wurde er zur Statue. 48 Stunden nach seiner Nominierung als DFB-Nummer eins für 2026 fischte er vier Buden in 45 Minuten aus dem Hoffenheimer Netz – und das gegen seinen einstigen Lehrling Julian Nagelsmanns neue Lieblingsmannschaft RB Leipzig.
Der TSG-Keeper stand wie angewurzelt, während Christoph Baumgartner mit einem Doppelpack (21./30.) seine alte Heimat traf und Brajan Gruda dem Debakel die Krone aufsetzte. Die 5:0-Sensation am Samstagabend versetzt die Roten Bullen auf Champions-League-Kurs – und Baumann in die Amnesie.

Baumgartners rache dauerte neun minuten
Erst köpfte der Österreicher ein, dann schlenzte er aus 14 Metern ins lange Eck – beide Male reagierte Baemann einen Tick zu spät. Die TSG-Abwehr wirkte wie gelähmt, Leipzig lief mit dem Rückenwind der Europa-League-Pleine. Oliver Mintzlaff auf der Haupttribüne: strahlend. Die Tabellen-Mathematik: Platz drei, Torverhältnis +8, Saison-Endspurt läuft.
Die Zahlen sind gnadenlos: Vier Gegentore vor der Pause, fünf am Ende, 75 Millionen Euro Marktwert für Yan Diomande – kein Bundesliga-Profi legte in diesem Update stärker zu. Der 19-jährige Ivorer lieferte die Vorlage zum 4:0, kurz vor dem Seitenwechsel. Benjamin Henrichs krönte das Spektakel mit einem Schuss in den Winkel (78.).
Für Baumann bleibt nur die Flucht nach vorne. Am Donnerstag trägt er das Nationaltrikot, heute trug er die Schuld. Nagelsmann wird ihn trotzdem nicht fallen lassen – aber die Videos dieser Nacht hat der Bundestrainer sicher schon gesehen. Leipzig feiert, Hoffenheim zittert, der Keeper schwimmt. Die WM ist noch weit weg, die Erinnerung an diesen Abend wird länger kratzen.
