Bastoni fehlt gegen atalanta – inter setzt auf augusto
Mailand schläft unruhig. Alessandro Bastoni, die linke Verteidigungsmaschine von Inter, lahmt noch immer von dem Rabenschlag, den Adrien Rabiot ihm im Derby verpasst hat. Knochenödem, keine Fraktur, trotzdem: Schon wieder steht der 24-jährige Nationalspieler vor leeren Trainingstagen.
Morgen erwartet die Nerazzurri die eigene Jugendliebe: Atalanta, Bergamo, Stadio Gewiss – ein Ort, an dem Bastoni einst erwachsen wurde. Jetzt droht ihm Carlos Augusto der Platz, der Brasilianer, der eigentlich nur Rechtsverteidiger spielen sollte.

Warum bastoni plötzlich zum buhmann wurde
Seit der Szene gegen Theo Hernandez, als er sich nach einem leichten Kontakt fallen ließ und Kalulu die Gelbe Karte kassierte, pfeift jede gegnerische Kurve den „Schwalbenkönig“. Die Empörung ist grob, die Bosse schweigen, der Spieler wirkt eingeklemmt zwischen Schmerz und Image.
Simone Inzaghi hat intern schon die Alternative durchgesprochen: Augusto links, Darmian rechts, Dumfries als Joker. Das 3-5-2 gerät ohne Bastonis präzise Diagonalbälle ins Wanken, doch die Mediziner verlangen Ruhe. Drei Tage nach dem Atalanta-Spiel folgt das Topspiel bei Napoli – ein Programm, das keine Zeit für Halbgeneierte lässt.
Die Kurve in Bergamo wird trotzdem laut sein, nur diesmal für den Jungen, der dort einst mit 19 Jahren debütierte. Ein Kreislauf aus Ironie und Schmerz – und die Frage, ob Inter die Meisterschaft wirklich mit einem angeschlagenen Linksfuß verteidigen kann.
