Pelkum-insider: bitter bleibt – stuttgart schlägt zurück mit drei-jahres-deal

Stuttgart schlägt zurück. Nach dem Pokal-Krimi gegen Dresden verlängert Allianz MTV den Vertrag mit Triple-Coach Konstantin Bitter bis 2029. Die Botschaft: Trotz verpasstem Finale soll der Umbruch belohnt werden.

Warum der verein jetzt zieht

Die Entscheidung fällt eine Woche nach dem 2:3 im Berliner Cup-Endspiel – und genau das ist der Clou. Geschäftsführer Aurel Irion gibt sich unbeeindruckt: „Die Saison ist ein Statement. Tabellenführung vor den Playoffs, neue Gesichter, alte DNA.“ Bitter habe der Mannschaft „eine klare Identität und große Leidenschaft“ eingehämmert, so Irion. Für den 36-Jährigen bedeutet das: Weiterarbeiten ohne große Stars, aber mit voller Rückendeckung.

Die Zahlen sprechen für sich: 18 Siege, nur zwei Niederlagen – VBL-Spitzenreiter vor dem Viertelfinale. Auch wenn das Pokal-Urzela noch schmerzt, ist der Klub auf Kurs. Mit der Vertragsverlängerung bindet man den Architekten des Triple-Gewinns 2025 und signalisiert Stabilität in einem Kader, der nach dem Abgang von Krystal Rivers und Co. komplett umgebaut wurde.

Was bitter plant

Was bitter plant

„Wir sind mitten im Prozess“, sagt Bitter. „Neue Spieler, neue Rollen, neue Sprache – das braucht Zeit.“ Zeit bekommt er jetzt offiziell drei Jahre mehr. Sein Ziel: „Titelkämpfe, klar. Aber wir wollen auch eine Mannschaft, die sich selbst erkennt.“ Die Playoffs starten am 21. März. Gegner steht noch nicht fest, die Marschroute schon: Angriff auf die Meisterschaft und die Champions-League-Tickets.

Für Stuttgart ist das ein Novum. Nie zuvor setzte der Verein auf so lange Planung nach einem Umbruch. Die Fans reagieren euphorisch: Die Dauerkarten für 2026/27 sind seit Freitagmittag um 24 % gestiegen. Bitters Antritt 2023 war ein Risiko, sein Bleiben ist nun Strategie. Die nächste Trophäe soll nicht nur im Schrank stehen, sondern in Köpfen verankert sein. Stuttgart handelt – und macht damit den nächsten Schritt zur neuen Volleyball-Dynastie.