Basketball löwen bleiben in der bbl – mit teurem kompromiss!
Braunschweig atmet auf: Die Basketball Löwen werden auch in der kommenden Saison in der easyCredit BBL spielen. Ein sportlicher Abstieg ließ keinen anderen Schluss zu, doch dank einer Wildcard erhalten die Schützlinge von Headcoach Sebastian Machowski die Chance, den Klassenverbleib auf dem Feld zu beweisen. Ein Deal, der die Löwen-Kasse ordentlich belastet.

Schröders engagement und die wildcard-bedingungen
Die Entscheidung des BBL-Verbands fiel am Freitag: Phoenix Hagen ist als sportlicher Aufsteiger in die BBL gerückt, wodurch die Möglichkeit für eine Wildcard für Braunschweig entstand. Der 17. Tabellenplatz der Löwen in der vergangenen Saison zahlte sich aus, denn die BBL-Mitteilung betonte, dass Braunschweig aufgrund dieser Platzierung Vorrang bei der Vergabe der Wildcard hatte. Die formellen Bedingungen wurden erfüllt, und die Gesellschafterversammlung der BBL GmbH gab das Go für die Lizenz unter der Auflage eines Kompensationsentgelts von 800.000 Euro.
Dennis Schröder, der deutsche Nationalmannschaftskapitän und Hauptgesellschafter des Klubs, hatte sich bereits öffentlich dazu bekannt, seinen Beitrag zu leisten. Die Liga hält sich jedoch über die Verwendung des Entgelts bedeckt. Die Arbeitsgemeinschaft Basketball Bundesliga wird in diesem Zusammenhang die Entscheidung treffen, wofür das Geld verwendet wird – vermutlich in Richtung Spielergehälter oder Infrastrukturmaßnahmen.
Nils Mittmann, Geschäftsführer der Basketball Löwen, betonte die Wichtigkeit des Supports durch Sponsoren, Gesellschafter und Fans. „Ihr zugesagtes Engagement trägt maßgeblich zur Finanzierung der Wildcard bei“, erklärte Mittmann. Die Braunschweiger sehen die Wildcard als Chance, zu zeigen, dass sie ihren Platz in der BBL verdienen und sind hochmotiviert, in der kommenden Saison eine deutlich bessere Leistung zu zeigen als in der Vergangenheit.
Die Löwen stehen nun vor der Aufgabe, die hohe Summe der Wildcard zu rechtfertigen und den Erwartungen gerecht zu werden. Es gilt zu beweisen, dass die Investitionen in den Kader und das Team sich auszahlen und dass der sportliche Abstieg nur eine vorübergehende Schwäche war. Die Fans dürfen gespannt sein, wie sich die Mannschaft unter der Leitung von Schröder und Machowski entwickeln wird – und ob die Löwen sich den Kompromiss wirklich verdient haben.
