Basel verliert top-talent ajdin – lugano schlägt im verborgenen zu
Basel schwächelt, Lugano lacht. Mit Gjan Ajdin verliert der FC Basel seinen 19-jährigen Mittelfeld-Chef an den Liga-Rivalen – und das ausgerechnet, nachdem das Transferfenster längst verriegelt war.

Lugano nutzt schlupfloch und sichert sich zukunft bis 2030
Die Tessiner schöpfen eine Sonderregel für U-21-Spieler aus, die innerhalb der Schweiz auch nach Deadline noch den Klub wechseln dürfen. So landet Ajdin am Dienstag in der U-21 von Lugano, unterschreibt bis Juni 2030 und wird sukzessive an die Super-League-Mannschaft herangeführt. Für Basel ein Schlag ins Kontor: Der Schwede galt als generational talent, das man eigentlich binden wollte.
Ajdin kann als Sechser, Achter und zentraler Innenverteidiger agieren – ein Swiss-Army-Knife, das Coach Mattia Croci-Torti flexibel einsetzen kann. In der laufenden Saison fehlte Ajdin wegen Kapselverletzung fast vollständig, weshalb Basel offenbar zögerte, ihm Stammplatz-Perspektive zu garantieren. Lugano dagegen schickt ein klares Signal: Wer jung, lernbereit und hungrig ist, bekommt sofort eine Langfrist-Chance.
Die Ablösesumme bleibt ungenannt, doch intern kursieren 400‘000 Franken plus Bonus – ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass Ajdin schon für Schwedens U-19 und U-20 auflief und in der Basel-Akademie seit drei Jahren die Fäden zog. Für Basel bedeutet der Abgang nicht nur sportlichen Verlust, sondern auch Imageschaden: Erneut verlässt ein hochgelobtes Eigenprodukt den Klub, bevor es richtig glüht.
Lugano stockt den Kader gezielt auf, während Basel in der Tabellenmitte nach Antworten sucht. Die nächste Direktbegegnung der beiden Klubs steigt am 8. Dezember in St. Jakob-Park. Dürfte spannend werden – vor allem, wenn Ajdin bis dann schon in der Startelf steht.
