Barrenetxea: vom jugendstar zum nationalspieler – doch der glanz fehlt!
Ein Traum wurde wahr, doch die Realität sieht derzeit anders aus: Ander Barrenetxea, das Wunderkind aus San Sebastián, feierte gestern sein Debüt in der spanischen Nationalmannschaft. Ein Abschluss einer bemerkenswerten Karriere, die ihn von den Jugendabteilungen der Real Sociedad bis in die höchste Auswahl führte. Allerdings blieb der erwartete Glanz auf dem Platz aus, eine Entwicklung, die auch bei seinem Verein Anlass zur Besorgnis gibt.
Die aufstiegsserie eines ausnahmetalents
Barrenetxeas Weg durch die spanischen Jugendnationalteams liest sich wie ein Lehrbuchbeispiel für Talentförderung. Vom U16 bis zur U21 – er durchlief alle Stufen und hinterließ stets einen bleibenden Eindruck. Schon früh wussten Beobachter bei Marca zu berichten, dass er zu den fünf größten Talenten seit der glorreichen Zeit der Jugendliga-Meister zählte. Seine Vielseitigkeit und sein Spielverständnis machten ihn zu einem Hoffnungsträger für die Zukunft des spanischen Fußballs.
Die Tatsache, dass er bereits mit 17 Jahren in der ersten Mannschaft der Real Sociedad debütierte, unterstreicht seine außergewöhnliche Begabung. Nun, nach seinem Debüt in der Nationalmannschaft, hat er die Spitze erklommen – zumindest theoretisch. Denn die Leistungen des jungen Angreifers in den letzten Wochen ließen zu wünschen übrig.

Die frage nach der form vor dem copa del rey finale
Die Verletzung im Januar hat Barrenetxea sichtlich zurückgeworfen. Er fand nicht wieder zu seiner Anfangsform, die ihn zu einem wichtigen Bestandteil des Real Sociedad-Teams machte. Gerade vor dem Hintergrund des anstehenden Copa del Rey Finales am 18. April gegen Atlético Madrid in Sevilla ist das ein Problem für Trainer Imanol Alguacil. Die baskische Elf braucht den jungen Star in Topform, um dem Hauptstadtklub gewachsen zu sein.
Die kommenden neun Ligaspiele bieten Barrenetxea die Chance, seine Form wiederzufinden und an frühere Erfolge anzuknüpfen. Doch die Uhr tickt. Die Erwartungen sind hoch, der Druck ist spürbar. Es bleibt abzuwarten, ob er diesen Druck in Leistung umwandeln kann. Die Fans der Real Sociedad hoffen es jedenfalls – sie wollen ihren Star in Sevilla in Topform erleben.
