Barcelona-star fliegt vom platz: var-entscheidung sorgt für aufsehen!
Ein Schock für den FC Barcelona: Gerard Martín sah in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit die rote Karte nach einem kung-fu-artigen Tritt gegen Atlético-Star Thiago Almada. Der Pfiff des Schiedsrichters, Mateu Busquets Ferrer, kam ohne viel Verzögerung, doch die anschließende VAR-Überprüfung wirbelte die Gemüter auf.

Ein foulspiel oder harmloses spiel?
Die Situation war explosiv: Martín hatte nach einem Ballkontakt mit Almada dessen Knöchel mit dem Stollen getroffen. Busquets zögerte nicht und zeigte die rote Karte, doch die Bilder wurden umgehend an den Video Assistant Referee, Melero López, übermittelt. López riet dem Schiedsrichter zur Überprüfung am Monitor und erklärte in den Audio-Mitschnitten, die die RFEF veröffentlichte, seine Einschätzung: “Ich empfehle Ihnen, die Szene zu überprüfen, um festzustellen, ob die rote Karte gerechtfertigt ist. Wenn Sie am Monitor sind, lassen Sie es mich wissen.” Dabei betonte er, dass der Kontakt aus seiner Sicht im Rahmen des normalen Spielverlaufs stattgefunden habe.
“Ich werde Ihnen die Szene direkt zeigen, damit Sie die Aktion beurteilen können. Meiner Meinung nach handelt es sich um eine normale Spielsituation, in der der Spieler von Barcelona den Ball spielt und dann auf natürliche Weise mit dem Spieler von Atlético in Kontakt kommt.” Diese Worte des VAR-Experten führten zu einer Überprüfung am Monitor. Busquets Ferrer hörte aufmerksam zu und änderte schließlich seine Entscheidung.
Die überraschende Kehrtwende: “Der Spieler von Barcelona hat den Ball unter Kontrolle, spielt ihn und tritt ihn dann in einer normalen Spielsituation an. Ich werde die rote Karte aufheben und eine gelbe Karte zeigen.” Eine Entscheidung, die sofort für Diskussionen sorgte. Denn in den sozialen Medien kursierte kurz darauf ein Video einer fast identischen Situation, in der Valentín Gómez von Betis ebenfalls einen Atlético-Spieler unsanft traf – ohne die Konsequenz einer roten Karte. Der CTA (Komitee für technische Assistenz) wertete diesen Fall als Fehler des Schiedsrichters.
Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen diese umstrittene Entscheidung auf das Spiel und die weitere Saison haben wird. Klar ist: Die Szene wird noch lange Gesprächsstoff bieten und die Diskussion um die Rolle des VAR im Fußball weiter anheizen. Der Fall zeigt einmal mehr, wie subjektiv auch Video-Schiedsrichterentscheidungen sein können und wie sie das Spielgeschehen beeinflussen.
