Barcelona zerlegt newcastle mit sieben toren – flick träumt vom titel

Sieben Tore. Kein Gnade. Keine Diskussion. Der FC Barcelona hat Newcastle United im Camp Nou nicht einfach geschlagen – er hat sie auseinandergenommen, zerpflückt und in die englische zweite Reihe zurückgeschickt. 7:2 lautet die Zahl, die in den europäischen Medien morgen alle Schlagzeilen beherrschen wird. Doch hinter der Zahl steckt eine Botschaft: Hansi Flicks Barça ist bereit, nach neun Jahren wieder den Henkelpokal zu holen.

Raphinha und lewandowski liefern kunststücke

Schon nach sechs Minuten war klar, dass dieser Abend grausam werden würde für die Gäste. Raphinha nahm einen Querpass von Lamine Yamal mit, ließ zwei Verteidiger stehen und netzte mit dem Spann ins lange Eck. 1:0. Das Stadion bebte. Und es sollte weiterbeben. Marc Bernal erhöhte auf 2:0, doch Anthony Elanga schaffte den Anschluss – zweimal sogar. 2:2. Kurz vor dem Pausenpfiff dann der Moment, der alles kippte: Yamal verwandelte einen Foulelfmeter, den er selbst herausgeholt hatte. 3:2 zur Pause. Die Kabinentür knallte. Die Engländer kamen nicht mehr raus.

Nach der Pause Durchgang zwei: Fermín López schob ein, Lewandowski köpfte zwei. 6:2. Die Katalanen spielten sich in Ekstase, Newcastle in die Knie. Raphinha sorgte mit seinem zweiten Treffer für den 7:2-Endstand – ein Schlusspunkt, der wie ein Faustschlag klang. Malick Thiaw, einst Hoffnungsträger, sah bei fast jedem Gegentor aus wie jemand, der vergessen hat, wie man läuft. Nick Woltemade? 90 Minuten Bank, null Einfluss.

Flick will 2026 den pokal holen – und dann bleiben

Flick will 2026 den pokal holen – und dann bleiben

Hansi Flick stand nach dem Abpfiff nicht jubelnd da. Er stand mit verschränkten Armen, wie ein Mann, der weiß, dass der Job erst beginnt. „Wir haben angegriffen wie früher, aber wir haben auch hinten offen gestanden“, sagte er später. „Das wird uns im Viertelfinale nicht passieren.“ Denn dort wartet nun Atlético Madrid – ein Gegner, der nicht mit Elanga, sondern mit Griezmann und Morata kommt. Flick will 2026 den Pokal holen und seinen Vertrag bis 2028 verlängern. Für ihn ist Barcelona die letzte Station. Für Barcelona ist er vielleicht die erste Chance seit 2015, wieder ganz oben zu stehen.

Joan García musste verletzt raus, Wojciech Szczesny kam. Die einzige schlechte Nachricht an einem Abend, der sonst nur glühte. Die Fans sangen „Campeones“ – noch ist nichts gewonnen. Aber der Weg ist frei. Und er führt über Madrid. Dort wird sich zeigen, ob das Schützenfest von heute nur ein Feuerwerk war oder der Beginn einer neuen Ära. Die Wette: Letzteres.