Barcelona stürmt gegen schiedsrichter – dingert im fokus!

Barcelona kocht! Nach der bitteren 0:2-Niederlage gegen Atletico Madrid im Champions-League-Viertelfinale hat der FC Barcelona offiziell Beschwerde bei der UEFA eingereicht. Im Visier: die umstrittene Leistung des Schiedsrichterteams und speziell der Bundesliga-Schiedsrichter Christian Dingert.

Die katalanen sehen ungerechtigkeit

Die katalanen sehen ungerechtigkeit

Rafael Yuste, amtierender Präsident des FC Barcelona, kündigte am Donnerstagmittag die Beschwerde an. Der Ärger konzentriert sich auf eine Szene in der 54. Minute, in der der Innenverteidiger Marc Pubill nach einem Einwurf von Atletico-Keeper Juan Musso mit dem Arm den Ball berührte. Trainer Hansi Flick forderte umgehend eine Überprüfung durch den Videoassistenten, wurde aber von Christian Dingert enttäuscht. Der VAR entschied, die Review Area nicht zu nutzen, was bei den Katalanen für heftige Kritik sorgte.

Yuste ließ seiner Enttäuschung freien Lauf: „Es ist unglaublich, dass wir heutzutage, bei all den technischen Möglichkeiten, keinen klaren Elfmeter sehen. Es betrifft einen Titel wie die Champions League – wir müssen das anprangern, sonst ändert sich nichts!“ Die Entscheidung wirft einen langen Schatten auf das Rückspiel am kommenden Dienstag.

Ein wiederkehrendes Problem? Barcelona ist nicht zum ersten Mal verärgert über Schiedsrichterentscheidungen. Bereits im Copa del Rey-Halbfinale gegen Atletico Madrid (0:4) gab es ähnliche Beschwerden. „Wir dürfen nicht vergessen, was uns in der Copa del Rey widerfahren ist“, betonte Yuste.

In dem offiziellen Schreiben an die UEFA heißt es, dass der Verein die Ansicht vertritt, dass es zu einer „Schiedsrichterentscheidung kam, die gegen die geltenden Regeln verstößt und direkten Einfluss auf den Spielverlauf und das Ergebnis hatte.“ Konkret wird auf das Handspiel hingewiesen, verbunden mit dem „schwerwiegenden Versäumnis des VAR“. Barcelona fordert eine Untersuchung, Einblick in die Kommunikation der Schiedsrichter und, falls notwendig, die Anerkennung der Fehler und entsprechende Maßnahmen.

Die Aufgabe am Dienstag wird dadurch nicht einfacher. Barcelona muss im Metropolitano einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen. Ob die Schiedsrichter-Affäre zusätzlichen Druck auf die Mannschaft ausübt, bleibt abzuwarten. Die UEFA wird die Beschwerde prüfen, doch die Zeit drängt, denn das Rückspiel steht bereits vor der Tür – ein Duell, das nun zusätzlich von Kontroversen überschattet wird.