Barcelona stürmt di stéfano: mapi zurück, 25.000 karten schon weg
18:45 Uhr, Alfredo Di Stéfano: Barcelona läuft zum zweiten Mal diese Saison in Madrid auf – diesmal mit Mapi León im Gepäck und 25.000 Fans, die schon jetzt fürs Camp-Nou-Comeback zahlen. Viertelfinal-Hinspiel, ChampionsLeague, Frauen. Mehr Druck geht nicht.

Pere romeu schaltet runter – und meint’s ernst
„Favorit? Quatsch“, sagt der Trainer, während seine Spielerin den Bus besteigt. „Eine 180-Minuten-Schachpartie beginnt.“ Dreimal Europas Champion, zweiter Platz zuletzt – trotzdem hört man kein Wort vom Triple-Traum. Stattdessen: Respekt. Gegen den Gegner. Gegen das Turnier. Gegen sich selbst.
Die Mittellinie ist sein Mantra. „Wer dort herrscht, bestimmt, wie viel Luft unsere Flügel bekommen.“ Kurz, präzise, ohne Pathos. So spricht jemand, der weiß, dass ein einziger Fehlpass Madrid ins Mittelfinale katapultieren kann.
Mapi León steigt nach neun Spielen Pause wieder ein. Knöchel geprellt, Selbstvertrauen intakt. Kika Nazareth reist trotz Adduktor-Ziehens mit. „Beide einsatzbereit“, bestätigt Romeu. Keine Show, nur Medizin. Der Rest des Kaders? Frisch wie am ersten Trainingstag.
25.000 Tickets schon verkauft fürs Rückspiel. Heiligabend, 18:45 Uhr, Camp Nou. Die Fans planen, die Mannschaft denkt nur an Mittwoch. „Erst wird geschachert, dann wird gefeiert“, sagt eine Betreuerin beim Einsteigen. Keine Zeit für Fehler – und schon gar keine für Rhetorik.
Barcelona will mit einem Vorteil zurück nach Katalonien, weiß aber: Ein Tor zählt doppelt, wenn es fällt. Madrid wartet auf den Konter, Barcelona auf den Raum. 90 Minuten, die über 180 entscheiden. Anpfiff in zwölf Stunden. Die Uhr tickt lauter als die Trommeln im Tribüneninneren.
