Barcelona am abgrund: zukunftsfrage nach demütigung durch panathinaikos

Barcelona erlebte am Dienstag eine bittere Heimniederlage gegen Panathinaikos (79:93) – und damit wächst der Druck auf Trainer Xavi Pascual. Sein vages Statement nach dem Spiel lässt die Frage nach seiner Zukunft in den kommenden Monaten lauter werden.

Unsicherheit nach dem patt: bleibt pascual an der seitenlinie?

Unsicherheit nach dem patt: bleibt pascual an der seitenlinie?

„Am Ende der Saison wird Zeit sein, zu bewerten, zu denken, zu sehen, wo wir stehen, wo wir sein werden… und ob wir es sind“, erklärte Pascual nach dem Spiel. Auf die Nachfrage, ob er damit andeuten wolle, dass er selbst in Frage gestellt sei, wich der Coach aus und betonte lediglich: „Ich habe genau das gesagt, was ich sagen wollte.“ Diese diplomatische Antwort wirft aber unweigerlich Fragen auf.

Pascual übernahm das Ruder beim FC Barcelona in einer schwierigen Phase. Nach zwei Titellosen Saisons war der Verein am Boden. Zunächst übernahm Óscar Orellana interimistisch, bevor Pascual übernahm und mit frischem Wind für etwas Aufbruch sorgen wollte. Doch die zahlreichen Verletzungen und die mangelnde Verstärkung durch die Vereinsführung haben die Situation erneut verschärft. Das Kernteam, bestehend aus Spielern wie Laprovittola, Punter, Clyburn, Satoransky, Shengelia und Vesely, scheint mit dem enormen Druck und der Belastung einer Saison mit potenziell fast 90 Spielen zu kämpfen.

Die Verantwortlichen zeigen sich wenig geneigt, die Lücken im Kader mit neuen Spielern zu schließen – ein Versprechen, das Pascual zuvor gegeben wurde. Das Fehlen von adäquaten Alternativen auf der Bank ist offensichtlich und nagt am Selbstvertrauen der Mannschaft. Die Niederlage gegen Panathinaikos, bei der das „Basket Average“ verloren ging, war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Pascual forderte seine Spieler auf, das Spiel schnell zu vergessen. „Es ist klar, dass wir dieses Spiel so schnell wie möglich vergessen müssen. Sie waren in jeder Facette des Spiels überlegen. Wir müssen uns erholen und uns auf das nächste Spiel konzentrieren“, so der Trainer.

Die Situation ist angespannt, die Ausfälle reißen Löcher in die Mannschaft, besonders angesichts der Doppelbelastung durch die EuroLeague und die Liga Endesa. Doch Pascual ließ durchblicken, dass er keine Ausreden akzeptiert. „Wir hätten heute etwas mehr geben müssen. Als sie uns einen Vorsprung erarbeiteten, sind wir zusammengebrochen und haben unseren Kampfgeist verloren. Dieses Team ist mit Selbstvertrauen unschlagbar“, kritisierte er. Panathinaikos ließ keine Zweifel daran, wer der Herr im Ring war und führte im dritten Viertel bereits mit 31 Punkten.

Die kommende Woche wird entscheidend. Barcelona trifft im Auswärtsspiel auf Monaco und danach auf Steaua Bukarest. Nur ein Sieg in beiden Spielen sichert die Teilnahme am „Play-in“-Turnier. Die Zeichen stehen jedoch auf Sturm – und die Zukunft von Xavi Pascual könnte davon abhängen.