Barça-coach pascual wetzt nach aus über schiedsrichter: „80 minuten linie“
München – Die knappe Niederlage des FC Barcelona gegen UCAM Murcia im zweiten Viertelfinalspiel der EuroLeague (87:90) beschäftigt weiterhin die Gemüter. Coach Xavi Pascual ließ nach dem Spiel wenig Zweifel daran, dass die Schiedsrichterentscheidungen maßgeblich zum Ausgang des Spiels beigetragen haben. Seine Worte waren scharf, sein Unmut deutlich spürbar.
Der bittere nachgeschmack: falschpfiffe entscheiden?
„Die Entscheidungen waren entscheidend“, erklärte Pascual sichtlich frustriert in der anschließenden Pressekonferenz. „Besonders die Freiwürfe im letzten Viertel und die Fouls an Vesely waren ausschlaggebend.“ Er ergänzte, dass diese Umstände bereits seit 80 Minuten des gesamten Duells im Vordergrund stünden. „Jeder kann sich seine eigene Meinung dazu bilden. Das Spiel wurde dort entschieden.“
Ein Detail, das der Coach besonders betonte, war die spärliche Anzahl an Fouls, die Punter in der gesamten Begegnung erhielt – lediglich zwei. „Ich muss das noch einmal genau analysieren, aber wir haben kein gutes Gefühl dabei“, so Pascual.
Auf Nachfragen aus der Presserunde wich der Trainer jedoch aus. „Nennt es, wie ihr wollt. Ich möchte mich nicht weiter dazu äußern. Wir haben 80 Minuten dieselbe Linie erlebt.“ Pascual schien bemüht, die Aufmerksamkeit von den strittigen Schiedsrichterentscheidungen abzulenken, obwohl der Frust deutlich mitschwang.

Konzentration und verteidigung: was schief lief
Trotz der Niederlage betonte Pascual, dass sein Team konzentriert ins Spiel gegangen sei und die Aufgabe gut angegangen sei. Er hatte erwartet, dass Murcia hauptsächlich in der Zone verteidigen würde, und seine Mannschaft habe sich darauf eingestellt. „Wir haben defensiv etwas schlechter gespielt, während Murcia außergewöhnlich präzise war, sowohl mit Dreiern als auch aus der Distanz.“
Obwohl beide Teams gut gespielt hätten, habe Barcelona im entscheidenden Moment nicht die notwendige Durchschlagskraft gezeigt. „Wir sind auf ein extrem treffsicheres Team getroffen und haben unsere Chancen nicht optimal genutzt.“

Das rückspiel: kampf um das überleben
Mit Blick auf das entscheidende Rückspiel am Samstag in Murcia mahnte Pascual einen „extrem feindseligen“ Rahmen voraus. „Es wird ein sehr hart umkämpftes Spiel, bei dem jeder von uns gewinnen kann“, sagte er. „Wir müssen uns anständig erholen und mental stabilisieren, um uns bestmöglich auf die Aufgabe vorzubereiten.“
Pascual schloss mit einem Appell an seine Mannschaft: „Ich möchte nicht, dass dies mein letztes Spiel im Palau Blaugrana ist. Die Spieler werden am Samstag motiviert sein.“ Die Spannung ist kaum zu übertreffen, das Duell verspricht ein nervenaufreibender Kampf bis zum Schluss zu werden. Die Frage ist, ob Barcelona die Schiedsrichterentscheidungen hinter sich lassen und die notwendige mentale Stärke aufbringen kann, um die Serie noch zu drehen.
