Barça stürmt gegen die uefa: schiedsrichter-fehler beim atlético-debakel?
Madrid – Der FC Barcelona hat nach der bitteren 0:2-Niederlage im Champions-League-Viertelfinale gegen Atlético Madrid einen offiziellen Einspruch bei der UEFA eingelegt. Im Zentrum der Kritik steht ein Handspiel von Atléticos Marc Pubill unmittelbar nach einem Einwurf von Torwart Juan Musso – eine Szene, die den Spielverlauf dramatisch beeinflusst haben könnte, und das vor den Augen eines äußerst umstrittenen Schiedsrichtergespanns.

Die var-entscheidung, die flick aufbrachte
Trainer Hansi Flick ließ seiner Enttäuschung nach dem Spiel freien Lauf und deutete öffentlich an, dass die Entscheidung des Video-Schiedsrichters Christian Dingert, der aus der Bundesliga kommt, fragwürdig war. Mit einem Augenzwinkern, aber deutlicher Kritik, äußerte sich Flick: „Danke an Deutschland.“ Für ihn sei es eine klare Gelb-Rote Karte und ein Elfmeter gewesen. Dingert hätte die Szene auf dem Monitor prüfen sollen – ein Appell, der in der katalanischen Hauptstadt auf breite Zustimmung stößt.
Der Einspruch des FC Barcelona zielt nicht nur auf den rumänischen Schiedsrichter István Kovács ab, sondern explizit auch auf Christian Dingert. Der Verein fordert eine umfassende Untersuchung der Kommunikation zwischen den Schiedsrichtern und die Einleitung entsprechender Maßnahmen, sollte sich ein Fehler bestätigt haben. Das Handspiel selbst ist weiterhin Gegenstand hitziger Debatten. Viele Experten sehen eine klare Torchance vereitelt, während andere das Handspiel als unabsichtlich abtun.
Die Situation erinnert an ein ähnlich umstrittenes Szenario im April 2024, als im Duell zwischen Arsenal und Bayern München ebenfalls kein Handelfmeter gegeben wurde. Diese Parallele schürt den Verdacht einer systematischen Fehlentscheidung in wichtigen Momenten europäischer Topspiele.
Für Atlético war es der erste Sieg im Camp Nou seit 2006 – ein historischer Erfolg für Diego Simeone, der im 15. Jahr als Trainer Madrids einen solchen Triumph feiert. Doch der Jubel wird getrübt durch die Kontroverse um die Schiedsrichterleistung. Flick hingegen weigerte sich, die Hoffnung aufzugeben: „Wir werden kämpfen, es ist noch nicht vorbei.“
Am Samstag steht das brisante Stadtderby gegen Espanyol an, das für den Tabellenführer ebenfalls von großer Bedeutung ist. Doch der Ärger über die umstrittene VAR-Entscheidung scheint den Trainer zu begleiten. Nach dreimaligem Ansprechen der Szene versuchte er, sich selbst zum Schweigen zu bringen: „Ich möchte nicht mehr über die Schiedsrichter sprechen – das ist besser für mich, aber auch für sie.“
