Barça gegen newcastle: flick braucht den heilzauber vom montjuïc
18.45 Uhr, Spotify Camp Nou, 95.000 kochende Seelen – und Hansi Flick muss liefern. Nach dem späten Elfmeter-Retter im St.-James’-Park droht dem FC Barcelona das Aus im Achtelfinale, sollte Newcastle United erneut die Abwehr der Katalanen entzaubern. Der 1:1-Pfuschkick von Lamine Yamal rettete nur das Gesicht, nicht die Beine.
Warum barça trotz 5:2 gegen sevilla zittert
Raphinha traf dreimal, die Tiki-Taka-Maschine schien wieder zu laufen. Doch wer die 90 Minuten gegen Sevilla genau verfolgte, sah die Risse: 17 Gegenpressing-Sprints weniger als Saison-Schnitt, 38 % verlorene Zweikämpfe im Mittelfeld. Newcastle wird diese Lücken mit Ballen füllen, nicht mit Pässen. Die Magpies reisen mit dem Selbstvertrauen eines Teams, das am Wochenende Chelsea an der Stamford Bridge mit 1:0 schickte – und das ohne ihren umstrittenen deutschen Stürmer Nick Woltemade, der nur von der Bank jubelte.
Der Plan von Trainer Liam Rosenior ist simpel: früh stören, schnell umschalten, Barças junge Innenverteidigung mit Long-Balls und Anthony Gordon auf der linken Seite nerven. Dazu die Standards: Newcastle erzielte in dieser Saison bereits acht Tore nach Eckbällen – mehr als jeder andere Premier-League-Klub. Barça kassierte aus diesen Situationen schon fünf Gegentore in der Champions-League-Gruppenphase.

Die personelle zwickmühle für flick
Marc-André ter Stegen fehlt weiterhin mit Schulterproblemen, Iñigo Martínez ist nur 80-prozentig fit. Das zwingt Flick, entweder auf den 17-jährigen Pau Cubarsí zu setzen oder ein Fünfer-Defensiv-Bollwerk aufzustellen – und damit die eigene DNA zu verraten. Im Mittelfeld droht İlkay Gündoğan die Rotation, nach 120 Laufkilometern gegen Sevilla. Seine Alternative: Fermín López, der zwar läuft wie ein Duracell-Hase, aber noch keine 90 Minuten auf höchstem Niveau durchgestanden hat.
Die Frage ist nicht, ob Barça gewinnt, sondern wie viel Leidenschaft das Team noch in den Beinen hat, nachdem La Liga und Pokal schon 47 Spiele gefordert haben. Die Antwort gibt das Camp Nou – oder Newcastle entführt die Katalanen in die britische Dunkelheit der Europa-League-Quali. Kein Schwanengesang, sondern ein Abschied von der Königsklasse, der wehtun würde.
