Bamberg bläst bayern erneut den marsch und mbc schockt alba mit 99:68

Die Baskets aus Bamberg haben dem FC Bayern München binnen 14 Tagen zum zweiten Mal eine Lektion erteilt – und diesmal war die Botschaft noch deutlicher: 97:93, nach 95:89 vor Kurzem. Während in Oberfranken die Pokalsieger-Seele weiter brennt, riss in Weißenfels ein anderer Kracher die Liga aus den Angeln: SYNTAINICS MBC beendete eine 13-Spiel-Niederlagesserie mit einem 99:68-K.o. gegen ALBA BERLIN. Die Hauptstädter kassierten ihre höchste Saisonpleite – und plötzlich ist der Meister in Gefahr.

Bamberg entzaubert den rekordmeister mit defense und watson-iq

Die erste Hälfte war ein Klassiker alter Playoff-Zeiten: Bamberg presste die Bayern-Rotation mit einer 3-2-Zone aus der Zone, zwingt München zu 8 Ballverlusten und lässt Andi Obst nur über Umwege kommen. Ibi Watson traf drei Dreier im zweiten Viertel, Austin Crowleyschaltete sich als Second-Speed-Gefahren ab – 48:40 zur Pause, die SAP Arena brodelte. Nach der Pause schaltete Bayern runter, Obst erwachte mit 31 Punkten, doch Bamberg antwortete jeden Run mit einem Demarcus Demonia-Fadeaway oder einem Watson-Floater. Schlussviertel: Bamberg traf 9 seiner letzten 11 Freiwürfe, München warf sich mit drei Off-Fouls selbst aus dem Rhythmus. Ergebnis: Bamberg springt auf Platz 5, Bayern muss um die Top-4 bangen.

Mbc fegt alba weg – die zahlen lügen nicht

Mbc fegt alba weg – die zahlen lügen nicht

Weißenfels, 17:30 Uhr – nach 40 Minuten stand es 99:68, ein 31-Punkte-Grab für den Tabellenzweiten. Alba traf nur 3 seiner 21 Dreier, verlor 16 Rebounds und kassierte 19 Ballverluste. Spencer Reaves war der Brandbeschleuniger: 23 Punkte, 6/8 FG, 4/5 jenseits des Bogens. Dahinter schob sich Marcus Foster mit 14 Punkten und 11 Rebounds ein Double-Double unter den Kranz, Khyri Thomas war mit 18 Punkten der X-Factor vom Bench. Trainer Milenko Bogicevic nach Abpfiff: „Wir haben 13 Spiele gebraucht, um zu begreifen, dass Druck nur ein Wort ist.“ Alba muss nun um die direkte Playoff-Heimrechtsposition zittern – bei 9 Niederlagen ist der Meister erstmals seit 2019 nicht mehr automatisch Top-2.

Trier dreht in braunschweig die post – 17:0-run reicht

Trier dreht in braunschweig die post – 17:0-run reicht

Die Gladiators lagen zur Pause noch 37:43 zurück, doch mit einem 17:0-Run innerhalb von 3:21 Minuten drehten sie die Partie. Steven Ashworth traf dabei zwei Dreier und ein And-One, Marten Linßen versenkte den Roll-Pass zum 61:55. Braunschweig warf sich mit 24 Fouls selbst aus dem Konzept, Trier nutzte 28 Freiwürfe und beendete eine 5-Spiel-Pleite. Für die Niedersachsen bleibt Tabellenplatz 18 – der Abstiegsrechner beginnt zu ticken.

Chemnitz siegt in rostock mit letztem viertel 26:18

Chemnitz siegt in rostock mit letztem viertel 26:18

Rostock führte bis 4:12 vor Schluss noch 71:68, dann traf Corey Davis einen Step-Back-Dreier, John Newman stahl den Inbound-Pass und legte zum 73:71 auf. Die Seawolves kassierten in den letzten 90 Sekunden zwei 24-Sekunden-Violations – das ist die bittere Wahrheit hinter 73:78. Chemnitz klettert auf Platz 8, Rostock bleibt in Schlagdistanz zum Playoff-Rasen.

Oldenburg dremt in frankfurt – 28:12-schlussviertel rettet die playoff-träume

Oldenburg dremt in frankfurt – 28:12-schlussviertel rettet die playoff-träume

Die Skyliners führten vor dem letzten Viertel noch 61:51, dann traf Tomislav Zubcic vier Würfe in Folge, Michale Kyser blockte Till Pape zweimal – Frankfurt erzielte nur einen Field Goal im letzen Viertel. 28:12 lautet die Schlussphase, 79:73 der Endstand. Oldenburg schließt auf Platz 10 auf, Frankfurt rutscht auf 12 – und die Playoff-Luft wird dünner.

Die BBL liefert an diesem Sonntag die nächste Antwort auf die Frage, warum jeder Spieltag ein kleines Meisterturnier ist: Bamberg glaubt wieder an den Titel, MBC glaubt an das Wunder – und Alba muss plötzlich an die Playoff-Heimrechtsposition glauben. Die Liga ist offen wie selten, und das ist keine Floskel – das ist Fakt nach 23 Spieltagen.