Baltazar erreicht 200 spiele für sion – eine zahl, die alles sagt

Kein Tor, kein Sieger, aber ein stiller Held: Beim torlosen Rhone-Derby zwischen dem FC Sion und Servette FC schrieb Baltazar seine eigene Geschichte. Der Brasilianer bestritt am Wochenende sein 200. Pflichtspiel im Trikot der Walliser – eine Marke, die im aktuellen Kader kein einziger Mitspieler auch nur annähernd erreicht.

Sechs jahre, 200 spiele, eine ausnahmeerscheinung

Seit seinem Wechsel 2018 ist Baltazar in Sitten geblieben, als andere kamen und gingen. Der 25-Jährige ist längst kein Neuzugang mehr, sondern das institutionelle Gedächtnis dieser Mannschaft. Mehr als die Hälfte des aktuellen Kaders besteht aus Spielern, die erst kürzlich dazugestoßen sind. Baltazar kennt den Verein von innen – jeden Trainingsplatz, jede Kurve der Super League, jede Niederlage und jeden Triumph.

Japan hat gelockt – sion hat gehalten

Japan hat gelockt – sion hat gehalten

Es wäre fast anders gelaufen. Im vergangenen Sommer lag ein konkretes Angebot aus Japan auf dem Tisch. Der Transfer platzte. Ob es an den Konditionen lag, an der persönlichen Entscheidung oder an den Überzeugungskünsten des Vereins – das bleibt offen. Was feststeht: Baltazars Vertrag läuft noch bis 2028, und er trägt das Walliser Kreuz weiter auf der Brust.

In der laufenden Super-League-Saison stehen bisher ein Tor und eine Vorlage in seiner Bilanz. Keine Zahlen, die Schlagzeilen machen. Aber Baltazar war nie ein Spieler für die Statistikblätter allein. Seine Konstanz, seine Präsenz, seine Verlässlichkeit – das ist sein eigentlicher Beitrag. 200 Spiele lügen nicht.