Ball kassiert saftige strafe: hornets bangen um playoff-chancen

LaMelo Ball, der junge Shootingstar der Charlotte Hornets, hat sich im dramatischen Play-In-Duell gegen die Miami Heat unfreiwillig einen teuren Ruf eingehandelt. Die NBA hat den Point Guard für 60.000 Dollar bestraft – eine empfindliche Summe für einen Spieler, der gerade erst seine Klasse unter Beweis gestellt hat.

Ein riskantes foul und unpassende worte kosten teuer

Ein riskantes foul und unpassende worte kosten teuer

Die Strafe setzt sich aus zwei Vergehen zusammen: Einem „riskanten und unnötigen Kontakt“ beim Zusammenstoß mit Bam Adebayo, der zu dessen Aussetzen führte, und unpassenden Äußerungen in der anschließenden Pressekonferenz. Ball hatte sich dabei offenbar nicht mit der Niederlage abgefunden und ließ seiner Frustration freien Lauf. Die NBA wertet den Vorfall als unsportliches Verhalten, das den Ruf der Liga schädigt.

Das Foul selbst, bei dem Ball Adebayo am Sprunggelenk festhielt und ihn zu Sturz und Rückenverletzung brachte, wird von den Experten als höchst fragwürdig angesehen. 35.000 Dollar sind allein für diese Aktion fällig geworden. Die restlichen 25.000 Dollar resultieren aus den verbalen Ausbrüchen nach dem Spiel. Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Hornets hatten gerade einen nervenaufreibenden Sieg gegen die Heat errungen, einen Sieg, der ihnen den Einzug in die Playoffs-Runde ermöglichen könnte.

Die Hornets stehen nun vor einer Zitterpartie. Zwar konnten sie sich gegen Miami durchsetzen und haben sich damit die Chance auf die letzte Playoff-Bürgerre verschafft, doch die Strafe für ihren Star könnte die Moral im Team beeinträchtigen. Das kommende Spiel gegen die Orlando Magic wird zeigen, ob die Mannschaft trotz dieses Rückschlags ihre Nerven behält und den erhofften Einzug ins Viertelfinale schafft. Ball selbst war mit 30 Punkten und dem spielentscheidenden Korb in der Verlängerung der beste Scorer seines Teams, ein Fakt, der die Situation zusätzlich verkompliziert.

Es bleibt abzuwarten, ob die Strafe Ball lehrte, seine Emotionen besser zu kontrollieren. Denn eines ist klar: In der NBA zählen nicht nur brillante Aktionen auf dem Feld, sondern auch sportliches Verhalten abseits des Spiels.