Bale packt aus: warum alonso bei real scheiterte

Xabi Alonso war gerade mal 18 Monate Trainer von Real Madrid – dann flog der Baskische Taktik-Nerd raus. Gareth Bale lüftet nun das Geheimnis hinter dem abrupten Ende.

Mbappé & co. wollten nicht laufen

„Wenn man bei Real übertreibt, mögen einen die Spieler nicht“, sagt der walisische Ex-Weltstar im Podcast Stick to Football. Gemeint ist: Alonso verlangte von Superstars wie Kylian Mbappé rigoroses Gegenpressing, sein System verlangte Laufbereitschaft bis zur Eckfahne. Das passte nicht zum Selbstverständnis von Millionären, die lieber das Spiel lesen statt rennen. Bale: „Sie wollen ihr Spiel spielen, nicht das ganze Feld verteidigen.“

Die Folge: Die Kabine kochte, Ergebnisse stotterten, der Klub zog den Stecker. Alonso, sonst bei Bayer Leverkusen als cooler Strategie-Genie gefeiert, versenkte sich in taktische Overload. „Man muss ein großartiger Menschenführer sein, kein überragender Taktikexperte“, lautet Bales Fazit – ein Seitenhieb auf den 44-Jährigen, der lieber mit Leinwänden als mit Gefühlen arbeitete.

Ancelotti bleibt das maß aller dinge

Ancelotti bleibt das maß aller dinge

Wer es besser kann? Für Bale heißt die Antwort Carlo Ancelotti. Der Italiener holte mit Real drei Champions-League-Pokale, weil er „alle ins Boot“ bringt. „Carlos Genialität besteht darin, das Beste aus den Spielern herauszuholen und alles einfach zu halten“, schwärmt Bale. Einfachheit als Erfolgsrezept – ein Satz, der in der post-Alonso-Ära wie ein Kommentar klingt.

Derweil rückt mit Álvaro Arbeloa schon der nächste Interimstrainer nach. Auch er muss bald liefern, sonst folgt im Sommer ein neuer Name. Real Madrid verzeiht keinen zweiten Versuch, die Stars zum Laufen zu zwingen.