Bakaldo-trainer de la sota kritisiert athletic: „ich bin nicht optimistisch“

Ein klarer Appell aus dem baskischen Fußball: Imanol de la Sota, Coach des Barakaldo CF, hat nach seiner Vertragsverlängerung die Zusammenarbeit mit dem Erzrivalen Athletic Club scharf kritisiert. Während er seine Freude über das Vertrauen des Vereins ausdrückte, ließ er Zweifel an einer zukünftigen Verbesserung der Kooperation aufkommen – und das kurz vor Ablauf des bestehenden Abkommens.

Die leere der leihe: athletic hält die talente zurück

Die leere der leihe: athletic hält die talente zurück

Die Situation ist brisant: Barakaldo und Athletic Club unterhalten seit Jahren eine Kooperationsvereinbarung, die jedoch in der vergangenen Saison offenbar nicht voll ausgeschöpft wurde. De la Sota betonte, dass er keine positiven Erwartungen in Bezug auf die Leihgaben des Vereins aus Bilbao hegt. „Nein, ich bin in dieser Sache überhaupt nicht optimistisch“, erklärte er unmissverständlich. Seine Worte sind ein Schlag ins Gesicht für alle, die auf eine stärkere Verbindung zwischen den baskischen Vereinen gehofft hatten.

Die Frustration des Trainers ist nachvollziehbar. Er wünscht sich eine engere Zusammenarbeit, die über bloße Lippenbekenntnisse hinausgeht. „Ich würde mir wünschen, dass in der Diskussion über den Fußball in Bizkaia wirklich der gesamte Fußball in Bizkaia berücksichtigt wird“, so De la Sota, der sich selbst als Mitglied des Athletic Club bezeichnet.

Doch es ist mehr als nur ein Wunsch: Es ist eine Forderung nach einer gerechteren Verteilung der Ressourcen und einer stärkeren Unterstützung der kleineren Vereine im Baskenland. De la Sota argumentiert, dass ein starkes Barakaldo letztlich auch dem Athletic Club zugutekomme, da die Entwicklung baskischer Talente gefördert werde. „Ich glaube, es sollte eine stärkere Verpflichtung geben, wenn man wirklich behauptet, dass Athletic den Fußball in Bizkaia repräsentiert und dessen Wachstum unterstützt.“

Seine Kritik kommt nicht aus dem Nichts. De la Sota hat selbst in der Jugendabteilung des Athletic Club gearbeitet und kennt die Strukturen des Vereins aus erster Hand. Er betont, dass seine Worte aus Liebe zum Verein kämen, er jedoch eine Veränderung in der Denkweise der sportlichen Leitung fordert. „Es ist meine Perspektive, und ich spreche als Mitglied des Athletic. Ich glaube, mehr Hilfe möglich gewesen wäre, als sie benötigt wurde.“

Die Geschichte zeigt: Nur wenn der baskische Fußball als Ganzes gestärkt wird, kann auch Athletic profitieren. Der Erfolg des Vereins aus Bilbao ist untrennbar mit dem Wohlergehen der gesamten Region verbunden. De la Sotas deutliche Worte sind daher ein Weckruf an Athletic Club, seine Verantwortung gegenüber dem Fußball in Bizkaia anzuerkennen und eine langfristige Strategie zu entwickeln, die allen baskischen Vereinen zugutekommt. Denn wie der Trainer treffend bemerkte: „Wenn der Fußball in Bizkaia stark ist, dann ist auch Athletic stark.“