Babbel schießt scharf gegen nagelsmanns kommunikation!
Die Stimmung im deutschen Fußball ist alles andere als entspannt. Nach der jüngsten Pleite gegen Ecuador und den anschließenden hitzigen Diskussionen im TV hat sich nun Ex-Nationalspieler Markus Babbel äußerst kritisch über Bundestrainer Julian Nagelsmann geäußert – und das in aller Öffentlichkeit. Seine Worte im „WM-Doppelpass“ bei Sport1 sorgten für Aufsehen und lassen die Frage aufkommen, ob Nagelsmann seine Rolle als Teamchef wirklich im Griff hat.

Die außendarstellung als kernproblem
Babbel ließ wenig Zweifel daran, dass ihm vor allem die Kommunikation des Bundestrainers Kopfzerbrechen bereitet. „Da ist er ja selbst schuld“, wetterte der ehemalige Europameister von 1996. „Er tätigt Aussagen und macht dann etwas anderes. Ich weiß, wenn er links sagt, geht er links.“ Es geht dem Experten nicht darum, Nagelsmanns taktische Entscheidungen in Frage zu stellen, sondern vielmehr seine Art und Weise, wie er mit der Öffentlichkeit umgeht. „Die Kommunikation von Julian ist einfach schlecht“, so Babbel unmissverständlich.
Als konkretes Beispiel führte er die umstrittene Rückholaktion von Manuel Neuer an. „Diese Rückholung wurde ganz schlecht kommuniziert“, kritisierte er. Es sei keine Frage der Medien oder der Experten, die Nagelsmann in ein schlechtes Licht rücken würden, sondern schlichtweg ein Versagen in der Kommunikation.
Doch es geht um mehr als nur einzelne Vorfälle. Babbel sieht ein Muster, welches dem Bundestrainer schadet. Nach der Niederlage gegen Ecuador verpasste Nagelsmann seiner Meinung nach die Chance, die Diskussion zu beruhigen. „Du hättest das Ecuador-Spiel wunderbar erklären können und die ganze Diskussion im Keim ersticken können, wenn du die richtigen Antworten geliefert hättest.“ Stattdessen wirkte er, wie Babbel es formulierte, „wie so ein kleines, bockiges Kind“. Die Reaktion der Fans und der Medien sei demnach eine normale Folge dieser Konfrontationsbereitschaft.
Babbels Kritik geht sogar so weit, dass er Nagelsmann die Verantwortung für die Führungsfrage im DFB-Umfeld abnimmt und externe Hilfe empfiehlt. Er sieht in DFB-Sportdirektor Rudi Völler ein Vorbild: „Er hat da den Meister neben sich“, lobte Babbel. „Er kommuniziert sensationell mit der Öffentlichkeit.“
Die Äußerungen Babbels reihen sich ein in eine Debatte, die schon seit einiger Zeit schwelt. Bereits Marcel Reif hatte in der BILD-Sendung „Reif ist live“ deutliche Worte gefunden und Nagelsmanns Auftreten als „bockig“ bezeichnet. Die Frage ist nun, ob der Bundestrainer die Kritik ernst nimmt und seine Kommunikation anpasst – oder ob die Situation weiter eskaliert.
Die kommenden Spiele werden zeigen, ob Nagelsmann aus den verbalen Attacken lernt und seine Führungsqualitäten unter Beweis stellen kann. Die Fans und der DFB blicken gespannt, aber auch mit wachsender Sorge auf die weitere Entwicklung.
