Yamal explodiert zurück: spanien setzt auf den 18-jährigen gegen saudi-arabien
Lamine Yamal spielt wieder von Anfang an. Nach seiner provisorischen Bank-Rolle beim 0:0 gegen Kap Verde schickt Luis de la Fuente den 18-jährigen Flügelflitzer direkt in die Startelf für das Duell mit Saudi-Arabien am Sonntag (18.00 Uhr MESZ/MagentaTV) in Atlanta. Die Entscheidung kommt früher als erwartet – und sie ist ein Statement.
Die oberschenkel-doktrin ist geschichte
Die Oberschenkelblessur, die Yamal vor wenigen Tagen noch auf dem Aufwärmprogramm hielt, ist offenbar abgehakt. Die medizinische Abteilung gab grünes Licht, die sportliche Leitung folgte sofort. Der Geduldsfaden mit Yamal war dünn – sein Einsatz gegen Kap Verde nach 70 Minuten hatte die Tribünen buhen lassen. Jetzt soll der Jubel zurückkehren.
De la Fuente nimmt vier Wechsel vor. Pedro Porro, Dani Olmo und Alex Baena folgen Yamal in die Elf. Hinaus fliegen Marcos Llorente, Fabian Ruiz, Ferran Torres und Gavi. Die Botschaft ist klar: Tempo, Dribbling, Direktheit.

Saudi-arabien ist kein selbstläufer
Der Gegner meldet sich mit Selbstvertrauen. Das 1:1 gegen Uruguay war kein Geschenk – die Saudis führten bis zur 80. Minute und lagen nur an der Latentechnik des VAR nicht vorne. Trainer Roberto Mancini versteht sein Geschäft: tiefer Block, schnelle Umschaltmomente, Salem Al-Dawsari auf der linken Seite. Spanien steht also unter doppelten Druck: ein Punkt reicht nicht, die Leistung muss stimmen.
Die Gruppe C ist offener als gedacht. Uruguay und Saudi-Arabien teilen sich die Tabellenspitze mit je einem Zähler, Spanien und Kap Verde folgen mit je einem. Ein weiterer Patzer würde die Furia Roja in die Schieflage bringen – und die Medien in Madrid in Rage versetzen.
Kick-off in Atlanta. Die Temperatur: 31 Grad. Die Stimmung: kochend. Yamal trägt jetzt nicht mehr die Nummer 27, sondern die 19. Die Erwartung sitzt tiefer – direkt unter der Haut.
