Osca mt6: maserati-erbe feiert sportliches comeback!

Ein Name, der einst für italienische Motorsport-Exzellenz stand, kehrte in Imola zurück: Osca. Nach einer langen Pause wird die Marke, die eng mit den legendären Maserati-Brüdern verbunden ist, mit dem MT6 ein sportliches Crossover-SUV neu belebt. Ein mutiger Schachzug von Massimo Di Risio, der innerhalb kürzester Zeit bereits Itala wieder ins Rampenlicht gebracht hat.

Ein hauch von tradition, ein blick in die zukunft

Ein hauch von tradition, ein blick in die zukunft

Die Präsentation am Autodromo Enzo e Dino Ferrari war ein Spektakel. Der MT6, dessen Design von Italdesign und Fabbrica Italia gezeichnet wurde, besticht durch seine muskulösen Formen und die aggressive Linienführung. Die zahlreichen Rippen auf Motorhaube und Seitenpartien unterstreichen den sportlichen Charakter, während die hohe Gürtellinie und die sanft abfallende Dachlinie für einen dynamischen Look sorgen. Der Acronym Osca steht für „Officine specializzate costruzione automobili“ (Spezialwerkstätten für den Automobilbau) – ein Name, der in den 1950er Jahren in der Formel 1 für Aufsehen sorgte, bevor er 1967 in Vergessenheit geriet.

Doch der MT6 ist mehr als nur ein optischer Hingucker. Die Innenräume, ausgestattet mit Alcantara-Leder und sportlichen Recaro-Sitzen (optional auch in einer Racing-Version erhältlich), versprechen Fahrspaß. Ein großzügiges, 10,25-Zoll-Doppelscreen-Infotainmentsystem integriert nahtlos Apple CarPlay Ultra. Die Basis für dieses Comeback bildet der Changan Uni-T, der jedoch optisch und technisch grundlegend überarbeitet wurde.

Besonders hervorzuheben ist die Carbon-Optik: Grill und Heckdiffusor stammen aus der Zusammenarbeit mit Carbotech. Vier Auspuffendrohre unterstreichen den sportlichen Anspruch des Fahrzeugs. Aber das Auge fährt mit! Die Technik verspricht ebenfalls einiges: Ein 1,5-Liter-Turbo-Viertzylinder, der von Hib (Historic Italian Brands) maßgeblich überarbeitet wurde, leistet zwar noch unbestätigt, soll aber eine Höchstgeschwindigkeit von 190 km/h erreichen. Das Fahrwerk wurde speziell abgestimmt, und die Pirelli P Zero-Reifen auf 20- oder 21-Zoll-Leichtmetallfelgen von Mak garantieren optimalen Grip.

Der Preis? Knapp 50.000 Euro – ein ambitionierter Preis für ein Fahrzeug, das sich gegen etablierte deutsche Premium-Hersteller behaupten will. Massimo Di Risio setzt auf den Wiedererkennungswert der Marke Osca und die sportliche Silhouette des MT6, um den Erfolg zu sichern. Und er hat bereits die nächste Stufe der Expansion geplant: Der MT8, ein noch größeres Crossover-Coupé, soll bereits 2026 auf der 1000 Miglia debütieren – camouflierter, versteht sich.

Die Frage ist nicht, ob Osca wieder eine feste Größe im Automobilmarkt wird, sondern wie schnell. Denn mit der MT6 hat Massimo Di Risio mehr als nur ein Auto präsentiert – er hat eine Legende wieder zum Leben erweckt.