Nada-bericht enthüllt: doping-verdacht sinkt – alarmglocken laut!

Ein Licht und Schatten-Bericht der NADA: Während die Zahl der Doping-Verdachtsfälle im vergangenen Geschäftsjahr leicht gesunken ist, mahnt die Nationale Anti Doping Agentur zu erhöhter Wachsamkeit. 73 Fälle sorgten für Aufsehen, aber der Bedarf an mehr Unterstützung aus dem Sportumfeld ist dringlicher denn je.

Fokus auf großereignisse und ein rückgang der verdachtsfälle

Fokus auf großereignisse und ein rückgang der verdachtsfälle

Das vergangene Jahr war geprägt von der Vorbereitung auf die Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo und Mailand, sowie den World University Games. Die NADA präsentierte ihren Jahresbericht, der ein differenziertes Bild zeichnet: Insgesamt wurden 12.145 Kontrollen durchgeführt, daraus resultierten 16.911 Proben. Die Tatsache, dass die 73 Doping-Verdachtsfälle 20 Fälle weniger darstellen als im Eventjahr 2024, ist zunächst einmal positiv zu vermerken. Allerdings sollte man sich nicht auf diesem Lorbeer ausruhen.

25 Sanktionen – von der schweren Strafe einer Vier-Jahres-Sperre bis hin zu Verwarnungen – sowie 15 Strafanzeigen nach dem Anti-Doping-Gesetz zeigen, dass der Kampf gegen Doping keineswegs gewonnen ist. Ein Detail, das oft übersehen wird: In 16 Fällen konnte kein Dopingverstoß festgestellt werden, und 27 Sportlerinnen und Sportler erhielten eine medizinische Ausnahmegenehmigung (TUE). Die fünf Verfahren, bei denen der Redaktionsschluss noch aussteht, könnten die Zahlen noch verändern.

Die 294 Meldepflicht- und Kontrollversäumnisse sind ein weiterer Stolperstein. Es zeigt, dass die Disziplin und das Verantwortungsbewusstsein bei einigen Athleten und Teams noch zu wünschen übrig lassen. Lars Mortsiefer, Vorstandsvorsitzender der NADA, betonte die finanzielle Situation: Das Gesamtbudget der NADA liegt bei rund 13 Millionen Euro, davon stammen rund 10 Millionen Euro aus Bundesmitteln. Aber er machte seine Sorge deutlich: „Ein wenig die Alarmglocken schrillen“, so Mortsiefer, wenn er von der mangelnden Unterstützung durch andere Stakeholder und Partner aus Sport und Ländern spricht.

Die NADA steht vor der Herausforderung, mit begrenzten Ressourcen weiterhin eine effektive Anti-Doping-Arbeit zu leisten. Nur mit einer verstärkten Zusammenarbeit und einem gemeinsamen Engagement aller Beteiligten kann der faire Sport nachhaltig geschützt werden. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Kampf gegen Doping ist ein Marathon, kein Sprint, und erfordert kontinuierliche Anstrengungen und Investitionen.