Leclerc am boden: ferrari-drama in spielberg!
Spielberg – Ein Schock für Charles Leclerc, ein Desaster für Ferrari: Der Monegasse erlebte beim Großen Preis von Österreich eine Rennwoche zum Vergessen. Von Platz zwei gestartet, fand sich Leclerc im Mittelfeld wieder, umgeben von Autos, die ihn mühelos überholten. Die Enttäuschung war ihm deutlich anzusehen, ein Ausdruck der Ratlosigkeit, der das Gesicht des Ferrari-Piloten überschattete.

Die hinterachse als achillesferse
„Alles hat es schwer gemacht, ehrlich gesagt“, gestand Leclerc nach dem Rennen. „Das Auto hatte von der ersten bis zur letzten Runde nicht wirklich Grip auf der Hinterachse. Da gibt es etwas, was wir besser machen müssen.“ Timo Glock, Sky-Experte, brachte die Misere auf den Punkt: „Er fährt im Niemandsland. Da geht nichts.“ Und weiter: „Beim Monegassen sah es katastrophal aus.“ Die Worte des Experten treffen den Nagel auf den Kopf. Leclercs Fahrzeug schien schlichtweg nicht mit dem Rest des Feldes mithalten zu können.
Die Saison verlief bisher alles andere als nach Plan für Ferrari. Leclerc steht aktuell nur auf dem sechsten Platz der Fahrerwertung mit mageren 79 Punkten. Eine Trendwende scheint in weiter Ferne. Der Traum vom Weltmeistertitel, der seit Jahren in Ferrari geschmiedet wird, verblasst zusehends.
Doch was ist wirklich los im Ferrari-Team? Fred Vasseur, der Teamchef, versuchte, die Lage herunterzuspielen: „Wenn man auf zwei und drei startet, ist man enttäuscht. Wir haben versucht, gegen Mercedes und Verstappen zu kämpfen – ohne die nötige Pace zu haben.“ Er deutete an, dass die Reifenstrategie fehlgeschlagen sei: „Wir haben überreagiert, die Reifen zu sehr gepusht, und am Ende die Rechnung bekommen. Mit den Aktionen im Rennen waren wir immer zur falschen Zeit am falschen Ort.“
Die Rivalität mit seinem Teamkollegen Lewis Hamilton, der ihn beim Start überholte, offenbarte weitere Schwächen. Leclerc wurde sowohl innen als auch außen überholt, ein Zeichen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Sein Frust war offensichtlich, doch Vasseur betonte: „Ich wäre nicht glücklich, wenn er nicht unzufrieden und enttäuscht wäre.“
Die fehlende Pace ist das Kernproblem. Regelmäßig wird Leclerc von Hamilton deutlich geschlagen. Die Frage, die sich nun stellt, ist: Kann Ferrari die Probleme mit der Hinterachse schnellstmöglich beheben und Leclerc zurück in die Erfolgsspur bringen?
Die Antwort darauf bleibt vorerst ungewiss. Leclerc selbst drückte seine Verzweiflung aus: „Ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. Im Moment sieht es sehr, sehr schwer aus.“ Ein düsteres Ausblick für den Monegassen und seine Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison.
