Ferrari: hamilton kämpft, aber überhitzung bremst titelhoffnungen

Der Grand Prix von Österreich hinterließ bei Ferrari und Lewis Hamilton einen bitteren Nachgeschmack. Trotz eines starken Rennens und eines spannenden Duells mit Max Verstappen reichte es für den Briten am Ende nur zu Platz fünf – ein Ergebnis, das die Ambitionen in der Weltmeisterschaft deutlich dämpft.

Motorprobleme und reifenverschleiß plagen hamilton

Hamilton selbst sprach nach dem Rennen offen über die Probleme, die ihn behinderten. "Wir hatten bereits am Freitag gesehen, dass wir in den Kurven schneller waren, aber auf den Geraden 6 Zehntel pro Runde an Mercedes verloren," erklärte er. Doch es war nicht nur der Geschwindigkeitunterschied zum Konkurrenten. Das Überhitzungsproblem der SF-26, das bereits in Barcelona angedeutet wurde, manifestierte sich nun deutlicher. "Das Auto ist geschlittert, und das Handling war sehr schwierig," so Hamilton.

Er versuchte zwar, mit George Russell mitzuhalten, doch der Reifenverschleiß zwang ihn, mehr in den Kurven zu attackieren, um den Verlust auf den Geraden zu kompensieren. "Ich habe nicht erwartet, dass der Unterschied so groß sein würde," gab er zu. Die höhere Luftdünne in Österreich schien die Situation sogar zu verschärfen, anstatt ihr entgegenzuwirken.

Die Frage, ob der Rückstand auf die Konkurrenz im Motorenbereich noch aufgeholt werden kann, ließ Hamilton skeptisch zurück. "Ich weiß nicht, ob wir diesen Abstand in einer Saison aufholen können. Es braucht Monate und Monate der Entwicklung, um die Zuverlässigkeit zu testen und die notwendigen Änderungen vorzunehmen."

Vasseur räumt fehler ein und fordert reaktion

Vasseur räumt fehler ein und fordert reaktion

Auch Teamchef Fred Vasseur zeigte sich enttäuscht. Er räumte ein, dass Ferrari einen deutlichen Rückstand im Motorenbereich hat, der auch mit Updates nicht einfach zu überwinden ist. "Es kann keine Ausrede sein," betonte er jedoch. Ein strategischer Fehler beim Boxenstopp von Leclerc, bei dem von einer Zwei-Stopp-Strategie zu einer anderen gewechselt wurde, kostete das Team möglicherweise weitere Positionen. "Wir hätten mit einer anderen Strategie möglicherweise vor beide McLaren landen können," so Vasseur.

Silverstone mit seinen langen Geraden wirft bereits Schatten auf das nächste Rennen. "Dort wird es schwierig, denn wir haben ein Problem auf den Geraden. Ich fahre Silverstone gerne, aber das wird eine Herausforderung sein," so Hamilton. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob Ferrari den Rückstand verkürzen und Hamilton wieder an die Spitze fahren kann. Die Zeit drängt, denn die Konkurrenz schläft nicht.