Hongqi erobert italien: luxus aus peking auf dem vormarsch

Die chinesische Automarke Hongqi, bekannt als die bevorzugte Wahl von Staatspräsident Xi Jinping, macht sich bereit für den Angriff auf den italienischen Markt. Nach jahrelanger Präsenz in China und ersten Schritten in Europa, wird Hongqi dank einer exklusiven Vertriebspartnerschaft mit Emc Auto nun auch in Italien Fuß fassen. Ein klares Signal für den wachsenden Einfluss chinesischer Automobilhersteller auf dem europäischen Kontinent.

Ein deal, der am automobil-dealer-tag enthüllt wird

Die offizielle Präsentation der ersten beiden Hongqi-Modelle für den italienischen Markt findet im Mai 2026 auf dem Automotive Dealer Day in Verona statt. Dort wird auch die italienische Strategie des chinesischen Luxusbrands vorgestellt. Hongqi hat im vergangenen Jahr bereits einen beeindruckenden Anstieg der Verkaufszahlen verzeichnet – fast 12 Prozent mehr als im Vorjahr, mit insgesamt 460.063 verkauften Einheiten. Besonders die elektrischen und Plug-in-Hybrid-Modelle sorgten für einen regelrechten Boom, mit einem Anstieg von fast 30 Prozent.

Für 2026 peilt Hongqi eine Verkaufszahl von 550.000 Fahrzeugen an, mit dem langfristigen Ziel, bis 2028 eine Million Fahrzeuge zu verkaufen, wovon die Hälfte elektrisch oder hybrid sein sollen. Diese ambitionierten Ziele unterstreichen den Expansionskurs des Unternehmens.

Von staatslimousinen zu europäischen straßen

Von staatslimousinen zu europäischen straßen

Hongqi ist eng mit der Geschichte der Volksrepublik China verbunden. Gegründet 1958 auf Anweisung von Mao Zedong, sollte die Marke zunächst exklusive Staatslimousinen für hochrangige Politiker und Beamte herstellen. Der Name „Hongqi“ bedeutet auf Chinesisch „rote Fahne“ und symbolisiert die Flagge der Kommunistischen Partei. Das Modell L5, das regelmäßig von Präsident Xi Jinping gefahren wird, ist ein Beweis für diese Tradition.

Obwohl die Partnerschaft mit dem US-amerikanischen Startup Silk nicht erfolgreich verlief, schreitet die internationale Expansion von Hongqi stetig voran. Der E-HS3, das erste batteriebetriebene Modell, wurde 2018 eingeführt, während der E-HS9, der in Norwegen bereits seit 2022 verkauft wird, maßgeblich zur Bekanntheit der Marke in Europa beigetragen hat. Der EHS5, der kürzlich auf der IAA Mobility in München vorgestellt wurde, markiert nun den nächsten Schritt in der europäischen Expansion.

Ambitionierte pläne und mögliche produktionsstandorte

Ambitionierte pläne und mögliche produktionsstandorte

Der EHS5, entworfen vom renommierten Giles Taylor, bietet eine Reichweite von 550 Kilometern und eine Ladezeit von nur 20 Minuten für 80 Prozent der Batteriekapazität. Mit seinem eleganten Design, dem großzügigen Innenraum mit einem 15,6-Zoll-Display und luxuriösen Ausstattungsmerkmalen wie Massage- und Belüftungssitzen, positioniert sich der EHS5 im Segment D. Hongqi plant, seine Präsenz auf 25 EU-Staaten auszuweiten und erwägt sogar eine Produktion in Europa, möglicherweise in einem ehemaligen Stellantis-Werk. Spanien, insbesondere das Werk in Saragossa, sowie Italien, mit dem Werk in Cassino, stehen dabei im Fokus.

Die Expansion von Hongqi ist mehr als nur ein Geschäftsabschluss; es ist ein Zeichen für die zunehmende Globalisierung der Automobilindustrie und den wachsenden Wettbewerb auf dem europäischen Markt. Ob Hongqi seine ambitionierten Ziele erreichen kann, wird sich zeigen, aber eines ist klar: Der chinesische Luxusbrand ist auf dem Vormarsch und wird die Automobilwelt in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen.