Great wall motors stürmt 2026 mit e-suv ora 5 und gelände-monster h7 nach italien
Bereits im Juni 2026 rollt der erste offiziell importierte Chinese in die italienischen Showrooms: der Gwm Ora 5, ein 4,47 Meter langer Kompakt-SUV mit Strom, Hybrid und Benziner im Angebot. Dahinter steckt Great Wall Motors – einstiger Billig-Pick-up-Pionier, heute globaler Riese mit 170 Märkten und 27.000 Ingenieuren im Rücken.
Der great-wall-plan: drei marken, ein ziel
Der Hersteller aus Baoding bringt nicht einfach nur Autos, sondern gleich ein ganzes Ökosystem. Gwm steht für die breite Masse, Tank für luxuriöse Offroader, Wey für Premium-Technik. Den Auftakt macht Gwm mit Ora 5, Jolion Max und H7. Letzterer ist ein Leiterrahmen-Geländewagen, der sich an Jeep Wrangler und Ford Bronco richtet – nur mit Preisvorteil und Plug-in-Hybrid-Antrieb.
Die Verkaufsstrategie ist klar: 26 Händler zum Start, 50 bis Ende 2026. Ersatzteile kommen aus einem Drei-Lager-System: Hub in den Niederlanden, Support-Depots in Spanien und Italien. Wer sich jetzt an die Import-Abenteuer der frühen Steed-Pickups erinnert, kann aufatmen: Diesmal läuft alles über den offiziellen Kanal.

Testfahrt in baoding: ora 5 überrascht auf der kurzstrecke
Auf dem eigenen Parabolik-Oval und dem Handling-Kurs in Baoding zeigt der Ora 5, warum Great Wall sich die Dienste von Racing Syn sicherte – ehemalige Alfa-Romeo-Giulia-Fahrwerksingenieure. Die Karosse bleibt flach, die Lenkung direkt, die dritte Generation des 2-Gang-Hybridsystems schaltet nahezu unmerklich. 204 PS Systemleistung, 420 Nm, 62 km rein elektrisch – genug, um innerstädtische Zufahrtszonen ohne Verbrenner zu passieren.
Interieur? Zwei 12,3-Zoll-Displays, Huawei 5G-Modul, Over-the-Air-Updates und ein 480-Liter-Kofferraum. Die Preise will Gwm erst im Frühjahr 2026 nennen, interne Zielmarken liegen laut italienischen Importeuren bei „deutlich unter 30.000 Euro“ – ein Schuss vor den Bug von VW ID.4 und Hyundai Kona Electric.
Tank 300 und supercar-v8: die großen kaliber folgen
Wer denkt, Great Wall bleibe bei kleinen und mittleren SUV, irrt. 2027 kehrt die Marke zur Rallye Dakar zurück – mit einem Tank-Prototyp in der T1-Klasse. Parallel daran arbeitet ein 1.000-PS-Supercar: Biturbo-V8 mit heißem V, zwei E-Maschinen, Allrad. Kein Showcar, sondern Serienprojekt, bestätigt CEO Mu Feng. Die Message: Wir können nicht nur günstig, wir können auch extrem.
Die Italiener werden die neue Macht aus Baoding also in drei Stufen erleben: erst der Alltags-SUV, dann der harte Geländegänger, schließlich die PS-Rakete. Die Frage ist nicht mehr, ob sich Great Wall etabliert, sondern wie schnell die Konkurrenz reagiert.
