Garcia belebt leverkusens offensivkraft: der dreh- und angelpunkt im endspurt?
Aleix Garcia hat in Dortmund gezeigt, was in ihm steckt – und was Bayer 04 im Saisonfinale dringend benötigt. Nach einer Phase der spürbaren Müdigkeit präsentierte sich der spanische Mittelfeldspieler in alter Frische und war maßgeblich am wichtigen 1:0-Sieg verantwortlich. Kann er den Trend fortsetzen und zum entscheidenden Faktor in der Endphase der Saison werden?

Die dortmunder pressingfalle und garcias lösung
Die Anfangsphase in Dortmund war für Bayer 04 alles andere als einfach. Das aggressive Pressing der Gastgeber machte den Werkself-Kickern das Leben schwer, und die anfänglichen Versuche, mit langen Bällen aus der Abwehr Druck aufzubauen, scheiterten kläglich. Doch dann kam Aleix Garcia ins Spiel. Mit seiner Übersicht und seinem Gefühl für Raum und Zeit gelang es ihm, das Dortmunder Pressing nach etwa 20 Minuten aufzulösen. Er fand die Räume zwischen den Linien und ermöglichte es Bayer 04, das Spiel in die Hand zu nehmen.
Trainer Kasper Hjulmand betonte nach dem Spiel die Bedeutung Garcias: “Wir haben die Wichtigkeit von Aleix die ganze Saison gesehen. Er hat ein super Gefühl für den Rhythmus im Spiel und die Räume. Er will immer von hinten raus spielen.” Diese Fähigkeit, das Spiel aus der Tiefe heraus zu kontrollieren, ist eine seiner größten Stärken.
Die taktische Umstellung und Garcias Rolle im Zentrum
Nach der anfänglichen Durststrecke vollzog Bayer 04 eine taktische Umstellung hin zu einem engeren, spielbasierten Passspiel. Wie Hjulmand erklärte, war es entscheidend, dass Garcia, Palacios, Maza und Grimaldo im Zentrum mehr agierten. Garcia positionierte sich oft in der Dreierkette und initiierte von dort aus präzise und erfolgreiche Angriffe. „Um gute Pässe zu spielen, musst du dich in gute Räume bewegen, musst sie antizipieren“, erklärte auch Sportdirektor Simon Rolfes.
Die spürbare Frische, die Garcia in Dortmund zeigte, ist der Schlüssel zu seiner Leistungssteigerung. Nach einer Sperre und einer Länderspielpause ohne Einsatz wirkte er erholt und konnte seine Fähigkeiten voll entfalten. Er spielte 92 Pässe, von denen beeindruckende 96 Prozent genau beim Mitspieler ankamen. Ob kurze, präzise Pässe zur Auflösung kniffliger Situationen oder weite Spielverlagerungen – Garcia beherrscht beide Techniken gleichermaßen.
Rolfes lobte seine Fähigkeit, auch weiträumige Pässe zu spielen: “Dass er schlau ist und auch weiträumige Pässe spielen kann, das ist schon seine Qualität.”
Die Belastung und die Aussichten auf die Zukunft
Nach der Winterpause wirkte Garcia zeitweise müde, was auch darauf zurückzuführen war, dass er von Hjulmand bei der Rotation oft ausgeschlossen wurde. Sollte seine jüngste Pause ihm nun ausreichend Zeit zur Regeneration gegeben haben, könnte er in der entscheidenden Phase der Saison zu einem unverzichtbaren Spieler werden. Die reduzierte Belastung durch den nun selteneren Spielrhythmus – meist nur noch alle sieben Tage – wird ihm dabei helfen, seine Form zu halten und seine Stärken voll auszuspielen.
Die Werkself kann sich glücklich schätzen, einen Spieler wie Garcia in ihren Reihen zu haben. Seine Frische und sein taktisches Verständnis werden entscheidend sein, um die gesteckten Ziele zu erreichen. Es bleibt abzuwarten, ob er seine aktuelle Form bestätigen und Bayer 04 im Rennen um die internationalen Plätze voranbringen kann.
