Franjo von allmen: olympiagold, verantwortung und der blick nach vorn
Ein historischer triumph in italien
Franjo von Allmen hat bei den Olympischen Winterspielen 2026 Geschichte geschrieben! Der Schweizer Skirennläufer krönte sich zum ersten Olympiasieger in der Abfahrt. Nach dem Rennen offenbarte er offen, wie er mit dem immensen Druck und der neu gewonnenen Verantwortung umgeht. Die Freude im Schweizer Team war riesig, und von Allmen selbst brauchte etwas Zeit, um das Ausmaß seines Erfolgs vollständig zu begreifen.

Die medaille – eine vorübergehende obhut
Direkt nach der Siegerehrung war die Goldmedaille kurzzeitig verschwunden! Im Interview mit SRF Sport erschien von Allmen ohne Edelmetall. Später, in einem weiteren Gespräch, präsentierte er die Medaille stolz. Er verriet, dass Zoé Chastan, die Kommunikationsverantwortliche von Swiss-Ski, sich um die sichere Aufbewahrung gekümmert hatte. Lachend erklärte er, dass er die Medaille nun endlich nach Hause bringen wolle – die Verantwortung werde also allmählich an ihn selbst übergehen.

Ein drittel weniger medaillen im vergleich zu peking
Interessant ist, dass ein Drittel der bei den Olympischen Spielen in Peking gewonnenen Medaillen in Italien nicht mit dabei waren. Dies unterstreicht die Herausforderungen und die unvorhersehbaren Umstände, mit denen Sportler konfrontiert sind. Von Allmen betonte jedoch, dass er sich seiner Leistung bewusst ist, auch wenn es noch einige Zeit dauern wird, bis er die volle Bedeutung des Olympiasiegs realisiert hat.
Emotionen und dankbarkeit
„Der emotionale Wert ist sicher riesig, gerade wenn man heute im Ziel war und sah, was für eine Freude das gesamte Team hatte“, so von Allmen. Er hob die Unterstützung seiner Teamkollegen hervor und bedankte sich für die unglaubliche Atmosphäre. Der 24-Jährige hat innerhalb kürzester Zeit eine beeindruckende Karriere hingelegt: Vor knapp drei Jahren bestritt er sein erstes Weltcuprennen, und nun konnte er innerhalb eines Jahres sowohl die WM- als auch die Olympia-Goldmedaille in der Abfahrt gewinnen.
Umgang mit rückschlägen und die bedeutung des genießens
Von Allmen gestand, dass er sich manchmal kneifen müsse, um die Realität seines Erfolgs zu begreifen. Er erinnerte sich an Rennen wie in Kitzbühel, in denen es nicht nach Plan lief. In solchen Momenten müsse er sich selbst sagen: „Ich war noch nicht oft in Kitzbühel dabei, und irgendwo darf man den Weg, bis es wirklich klappt, auch genießen.“ Diese Einstellung hilft ihm, mit Rückschlägen umzugehen und weiterhin fokussiert zu bleiben.
Kein gefühl von sofortigem sieg
Im Gegensatz zu Beat Feuz, dem SRF-Experten, der von Allmens Sieg sofort erkannte, war sich der Berner Oberländer zunächst unsicher. „Ich bin über die Ziellinie gefahren, habe die sieben Zehntel gesehen, und dachte erst, es sei Rückstand“, gestand er. Erst als er die grüne Anzeige sah, realisierte er, dass er gewonnen hatte. Er wusste aber, dass es eine solide Fahrt ohne gravierende Fehler war. Gleichzeitig war er sich bewusst, dass noch starke Athleten am Start standen.
Feiern mit bedacht – der blick auf die team-kombination
Auf die Frage, wie er seinen Olympiasieg feiern werde, antwortete von Allmen, dass er im Hinblick auf die bevorstehende Team-Kombination am Montag vorsichtig sein müsse. Er betonte die Bedeutung des Zusammenhalts und dachte dabei auch an die Slalomfahrer, die gemeinsam mit den Abfahrern ein Team bilden. Eine umsichtige Feier sei wichtig, um für den nächsten Wettbewerb optimal vorbereitet zu sein.
