Fortuna düsseldorf: kampf gegen kiel – widerstandsfähigkeit statt sondertrikot!

Düsseldorf bangt. Fortuna Düsseldorf steht im Abstiegskampf kurz vor der roten Zone und muss am Freitag gegen Holstein Kiel unbedingt punkten. Das Stadion wird voll, doch statt eines glamourösen Sondertrikots setzt die Mannschaft auf ihre klassischen Vereinsfarben – ein Zeichen der Bodenständigkeit in schwierigen Zeiten.

Markus anfang: mehr als nur motivation

Trainer Markus Anfang wirkte auf der Pressekonferenz überraschend gelassen, obwohl die Lage ernst ist. Nach der deutlichen 0:3-Niederlage in Kaiserslautern trennt lediglich ein Punkt Abstand zur Relegationszone. Die Anhänger werden aufgerufen, geschlossen in Rot und Weiß zu erscheinen, was die Entscheidung gegen das geplante Sondertrikot mit sich zog – ein dunkelblauer Anblick wäre in dieser Situation deplatziert gewesen.

Suso fehlt, de Wijs angeschlagen. Doch Anfang betonte, dass er sich auf das vorhandene Personal verlassen müsse. „Es liegt an uns, wenn das Stadion voll ist und der Funke nicht überspringt, dann bringt das alles nichts“, so der Coach. Die „Fortuna für alle“-Kampagne sorgt für ein ausverkauftes Stadion, aber die Punkte müssen auf dem Platz erkämpft werden.

Die kompany-lehre: situationen überstehen

Die kompany-lehre: situationen überstehen

Anfang suchte nach Erklärungen für die angespannte Situation und fand sie überraschenderweise in München. Er bezog sich mehrfach auf Vincent Kompany und dessen Analyse nach dem Sieg gegen Real Madrid. „Kompany hat ganz klar gesagt: Du musst Situationen überstehen und deine Situationen gut ausspielen“, erklärte Anfang. Es gehe nicht primär um Motivation, sondern um die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten die Ruhe zu bewahren und den Rhythmus zu finden. „Wenn einer Rhythmus hat, ist er natürlich viel besser drauf, als einer, der keinen Rhythmus hat“, so der Trainer.

Die Verletzungen von Sima Suso (rotgesperrt) und Jordy de Wijs (angeschlagen) erschweren die Situation zusätzlich. Doch Anfang glaubt an seine Mannschaft und deren Fähigkeit, sich dem Druck zu stellen. „Ich muss sie motivieren, und das mache ich auch, das geht schon alleine von mir aus.“, betonte er, „weil ich ein Spieler war, der mit viel Motivation auf die Plätze gegangen ist.“

Am Freitag wird zeigen, ob Fortuna Düsseldorf die Lehren aus München verinnerlicht hat und die notwendige Widerstandsfähigkeit an den Tag legt, um den Abstiegskampf zu überstehen. Das rot-weiße Publikum wird dabei sicherlich eine entscheidende Rolle spielen.