Formel-1: ferrari testet 2026-boliden – mclaren und mercedes folgen

Die Formel-1-Saison mag pausieren, doch in den Werkshallen der Teams herrscht Hochbetrieb. Während die Rennkalender-Änderungen Bahrain und Saudi-Arabien streichen, konzentrieren sich die Ställe auf intensive Entwicklungsarbeit, um in Miami gerüstet zu sein. Besonders Ferrari nutzt die Zwangspause, um mit neuen Technologien zu experimentieren, während McLaren und Mercedes ebenfalls nicht untätig bleiben.

Ferrari setzt auf testläufe mit giovinazzi und hamilton

Die Scuderia hat einen ambitionierten Plan ausgearbeitet, der Testläufe in Mugello, Fiorano und Monza umfasst. Zunächst absolvierten die Ersatzpiloten Antonio Giovinazzi, Arthur Leclerc und Antonio Fuoco Testfahrten mit dem SF-25 im Rahmen eines TPC (Test Previous Cars)-Programms. Doch der eigentliche Höhepunkt steht bevor: Lewis Hamilton wird am Donnerstag in Fiorano den SF-26, eine spezielle Version des 2026-Boliden, steuern. Dabei werden vor allem die neuen Pirelli-Reifen getestet, darunter auch die revolutionäre „Super-Intermedia“, die in Zukunft die einzige Regenmischung sein könnte.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Fahrbedingungen im Nass. Die Testfahrt in Fiorano bietet die seltene Gelegenheit, das Verhalten des SF-26 unter simulierten Regenbedingungen zu beobachten – eine Erfahrung, die in der bisherigen Saison noch fehlte. Die gewonnenen Daten könnten sich später als entscheidend erweisen, sollten Rennen von Regen geprägt sein. Die Optimierung von Setup, Reifenmanagement und Strategien könnte dann den Unterschied ausmachen.

Neben den Tests in Fiorano steht auch Monza auf dem Programm. Ende des Monats findet dort ein Filming Day statt, bei dem Leclerc und Hamilton das 2026-Fahrzeug auf dem anspruchsvollen Kurs testen werden. Dabei soll vor allem die Energie-Rückgewinnung optimiert werden. Mit dem Rückkehr nach Florida ist zudem die Einführung der „Macarena“-Flügel erwartet, ein zentrales Ziel des technischen Teams in Maranello, das an einem umfassenden Aerodynamik-Paket arbeitet.

Mclaren und mercedes folgen in nürburgring

Mclaren und mercedes folgen in nürburgring

Aber Ferrari ist nicht das einzige Team, das die Pause nutzt. McLaren und Mercedes werden ebenfalls Testfahrten mit Pirelli im Nürburgring (14. und 15. April) durchführen. Dabei werden vor allem Trockenreifen getestet. Für McLaren könnte die Gelegenheit auch die Rückkehr von Leonardo Fornaroli, dem Reservefahrer, bedeuten. Der junge Italiener sammelte bereits fast 400 Kilometer mit dem 2023-Fahrzeug in Silverstone und könnte nun seine ersten offiziellen Testkilometer im Rennwagen absolvieren.

Die Rückkehr auf den Nürburgring markiert eine neue Ära. Auch wenn es sich um eine moderne Version des legendären Kurses handelt, so ist es doch ein besonderes Ereignis, wieder Formel-1-Boliden auf dieser Strecke zu sehen. Die Testläufe versprechen spannende Einblicke und könnten die Weichen für die weitere Entwicklung der Teams stellen.

Die Formel 1 ist also alles andere als stillgelegt. Die Teams nutzen die Zwangspause, um ihre Boliden zu perfektionieren und sich auf die bevorstehenden Rennen vorzubereiten. Die Entwicklungsarbeit ist in vollem Gange und verspricht eine packende Saison.