Cadillac startet in der formel 1: ein millionen-spektakel
- Cadillac betritt die formel-1-bühne – skepsis und super bowl-glamour
- Super bowl als startsignal: eine millionenschwere präsentation
- Der retter in der not: dan towriss und die twg global holding
- Michael andrettis rolle: von der bewerbung zum ausschluss
- Hohe ablösesumme für den einstand: ein deal im millionenbereich
- Strategische partnerschaft mit ferrari und blick in die zukunft
- Die reaktion der konkurrenz: anerkennung und skepsis
Cadillac betritt die formel-1-bühne – skepsis und super bowl-glamour
Die Formel 1 bekommt
einen weiteren Akteur: Cadillac, die US-amerikanische Luxusautomarke, steigt 2026 in die Königsklasse des Motorsports ein. Die Entscheidung stieß anfangs auf Widerstand bei etablierten Teams, die eine Verwässerung ihres Wertes befürchteten. Doch Cadillac geht mit einem beeindruckenden Marketing-Budget und großen Ambitionen an den Start.
Super bowl als startsignal: eine millionenschwere präsentation
Cadillac nutzt das Finale der American Football Liga, den Super Bowl, für eine spektakuläre Enthüllung. In einem millionenschweren Werbespot wird in der Nacht zu Montag die Lackierung des zukünftigen Rennwagens präsentiert. Zusätzlich wird auf dem Times Square in New York eine „Cadillac Countdown Box“ installiert, die eine Nachbildung des neuen Autos zeigt. Ein strategischer Schachzug, um die US-Identität des Teams hervorzuheben.

Der retter in der not: dan towriss und die twg global holding
Hinter dem Projekt steht Dan Towriss, der Geschäftsführer des Cadillac-Rennstalls und Teil der TWG Global Holding. Diese Holding wird von Milliardären wie Mark Walter (Miteigentümer der Los Angeles Dodgers und Lakers) und Thomas Tull (Produzent des Batman-Blockbusters „The Dark Knight“) unterstützt. Towriss übernahm die Leitung des Projekts, nachdem es zunächst in Schwierigkeiten geraten war.

Michael andrettis rolle: von der bewerbung zum ausschluss
Ursprünglich hatte Michael Andretti, Sohn des ehemaligen Weltmeisters Mario Andretti, den Einstieg des Teams vorangetrieben. Seine Bewerbung wurde 2023 zwar akzeptiert, doch der Rechteinhaber blockierte das Projekt zunächst bis 2028. Andrettis Beschwerden führten sogar zu einer Untersuchung durch das US-Justizministerium. Um General Motors vor dem Aus zu bewahren, wurde Andretti schließlich aus dem Projekt entfernt, während sein Vater als Vorstandsmitglied verbleibt.
Hohe ablösesumme für den einstand: ein deal im millionenbereich
Cadillac sicherte sich den Einstieg in die Formel 1 erst nach einer Vereinbarung über eine hohe Ausgleichszahlung an die bestehenden Teams. Berichten zufolge liegt die Summe zwischen 200 und 600 Millionen US-Dollar. Diese Zahlung soll die Bedenken der etablierten Teams hinsichtlich einer Verwässerung ihrer Einnahmen ausräumen.
Strategische partnerschaft mit ferrari und blick in die zukunft
Bis 2028 wird Cadillac von Ferrari mit Motoren beliefert. Die Fahrerpaarung besteht aus den Routiniers Valtteri Bottas und Sergio Perez, die die Entwicklung des Teams vorantreiben sollen. Cadillac plant, ab 2028 mit eigenen Motoren in der Formel 1 anzutreten. Mario Andretti zeigte sich optimistisch: „Man muss positiv denken. Man muss groß denken.“
Die reaktion der konkurrenz: anerkennung und skepsis
Auch die Konkurrenz hat auf den Einstieg von Cadillac reagiert. Toto Wolff, Teamchef von Mercedes, erkannte an, dass ein Werksteam wie Cadillac der Formel 1 in Amerika einen Mehrwert bringen wird. Er betonte jedoch, dass der Einstieg mit Sorgfalt geprüft werden müsse.
