Alte autos belasten italien: nur 0,9% elektroautos!
Rom, Italien – Ein erschreckender Bericht von Gazzetta Motori enthüllt: Italien ist weiterhin stark von alten, umweltschädlichen Fahrzeugen abhängig. Während der Anteil von Elektroautos kaum messbar ist, tummeln sich Millionen Euro 0 und Euro 1 Fahrzeuge auf den Straßen. Die Lage ist besorgniserregend und verdeutlicht die dringende Notwendigkeit einer Umstellung auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel.
Der parkfahrzeug-bestand: ein flickenteppich
Laut den neuesten Daten des Centro Studi Autoscout24, basierend auf ACI-Informationen, sind satte 41,7 Millionen Autos in Italien zugelassen. Ein alarmierender 43,7% davon sind älter als 15 Jahre – ein Zeugnis mangelnder Modernisierung und der anhaltenden Belastung für die Umwelt. Besonders bedenklich ist der Anteil der Fahrzeuge mit der Euro 0 oder Euro 1 Norm: rund 10,1% des gesamten Bestands.
Die Hoffnung auf eine rasante Verbreitung von Hybridfahrzeugen wurde zwar teilweise erfüllt, doch der Durchbruch der Elektromobilität bleibt ein ferner Traum. Während 8,7% der Fahrzeuge mittlerweile Hybridantriebe nutzen, liegt der Anteil der Elektroautos bei mageren 0,9%. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Regional betrachtet: ein schlaglicht auf ungleichheiten
Es gibt Lichtblicke: 41,8% der in Italien zugelassenen Fahrzeuge erfüllen die Euro 6 Norm und sind somit relativ modern und wenig umweltschädlich. Doch diese Quote variiert erheblich von Region zu Region. Spitzenreiter ist das Aostatal mit einem beeindruckenden Anteil von 71,5%, während Sizilien mit nur 26,5% weit hinterherhinkt. Die nördlichen Regionen dominieren die Rangliste klar: von Trentino-Alto Adige mit 66,7% über die Toskana (54,1%) und Lombardei (49,7%) bis hinab zur Ligurien mit 44,5%.
Im krassen Gegensatz dazu stehen die südlichen Regionen, insbesondere Basilikata, Kampanien, Kalabrien und Sizilien, die den höchsten Anteil an Euro 0 und Euro 1 Fahrzeugen aufweisen – insgesamt über 5,2 Millionen Einheiten. Die Diskrepanz zwischen den Regionen verdeutlicht die Herausforderungen bei der Umsetzung einer flächendeckenden Umweltpolitik.
Die Bilanz ist eindeutig: Italien steht vor einer gewaltigen Aufgabe. Die Abhängigkeit von alten, umweltschädlichen Fahrzeugen muss dringend reduziert werden, um die Luftqualität zu verbessern und die Klimaziele zu erreichen. Der Ausbau der Elektromobilität und die Förderung umweltfreundlicher Alternativen sind unerlässlich – und zwar mit Nachdruck.