Aue vertagt abstieg – aber ist das wunder noch möglich?
Erzgebirge Aue hat am Freitagabend ein Kraftakt gezeigt und gegen die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart einen Punkt gerettet. Das 2:2 ist zwar kein Klassenerhalt, doch es hielt die Hoffnung zumindest theoretisch am Leben. Der Kampf um die Liga ist aber noch längst nicht entschieden – und Aue muss sich fragen, ob das Wunder überhaupt noch möglich ist.
Ein erster durchgang zum vergessen
Die Anfangsphase ließ erahnen, dass Aue entschlossen war, die Partie zu kontrollieren. Doch die Begeisterung verflog schnell. Stuttgart übernahm das Kommando, ließ den Ball zirkulieren und drängte Aue in die Defensive. Die Veilchen wirkten verunsichert und waren kaum in der Lage, Gefahr im gegnerischen Strafraum zu erzeugen. Erik Weinhauer und Julian Guttau versuchten sich zwar mit Distanzschüssen, doch diese fanden ihr Ziel nicht. Das Spiel war geprägt von einem ungewöhnlich passiven Auftreten der Auer Mannschaft.

Stuttgarts doppelschlag schockiert aue
Die Schwaben schlugen in der 38. Minute zu. Nach einem Ballgewinn spielte Nicolas Sessa einen sehenswerten Pass in den linken oberen Winkel und brachte die Gastgeber in Führung. Nur zwei Minuten später war es Christopher Oliver, der mit einem scharfen Schlenzer auf den zweiten Pfosten für die 2:0-Führung sorgte. Aue war geschockt und fand in der Folge kaum Mittel, um das Ruder herumzureißen.

Guttau gibt aue neuen hoffnungsschimmer
Zur zweiten Halbzeit zeigte sich ein anderes Aue. Julian Guttau sorgte in der 53. Minute mit seinem Treffer zum 1:2 für neue Hoffnung. Der Pass in die Tiefe war perfekt, der Abschluss präzise. Doch auch danach blieb das Spiel offen und ausgeglichen. Marcel Bär vergab die Chance zur Führung, als er frei vor dem Stuttgarter Tor den Ball am Pfosten vorbeisetzte. Das Spiel wurde zunehmend hektischer.
Elfmeterglück und die bittere erkenntnis
In der 88. Minute gab es einen Foulelfmeter für Aue. Marcel Bär übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zum 2:2. In der Nachspielzeit vergeben Bär erneut die Chance zum Sieg. Das Unentschieden reichte aber nicht, um den Abstiegskampf zu gewinnen. Die Hoffnung auf ein Wunder schwindet – die Realität ist hart.
Die Zeit rennt für Erzgebirge Aue. Die restlichen Spiele werden entscheidend sein. Doch die Mannschaft muss sich fragen, ob sie noch einmal die Kurve bekommen kann. Die Frage ist, ob das Wunder, das die Auer Fans so sehnsüchtig erwarten, noch eintreten kann – oder ob der Abstieg in die Regionalliga unausweichlich ist.
