Audi schickt q9, a2 e-tron und rs 5 in serie – und zockt trotz us-zöllen 4,6 mrd gewinn
2026 wird zum Jahr
der Superlative bei Audi: Ingolstadt feuert binnen zwölf Monaten die Groß-SUV-Q7-III, die Q9-XL, die Q4-e-tron-Facelift und die A2-e-tron-Kompakt-Familie auf den Asphalt. Parallel meldet der Konzern einen Rekordumsatz von 65,5 Milliarden Euro – und einen operativen Gewinneinbruch um 13,6 Prozent, weil die US-Strafzölle in Höhe von Milliarden das Ergebnis auffressen.So sieht audis modell-blitz 2026 aus
Der Startschuss fällt noch in diesem Frühjahr mit der neuen RS 5, die mit einem Twin-Turbo-V6 rund 450 PS mobilisiert und damit die BMW M4 vor sich her jagt. Direkt im Anschluss rollt die dritte Generation des Q7 vom Band – länger, leichter, mit optionalem Drei-Rad-Lenkung und 800-Volt-Architektur für die Plug-in-Variante. Der Q9 folgt im Sommer und rückt Audi endlich in die Luxus-Liga von Range Rover und Mercedes GLS vor. Die Maße: 5,26 Meter Länge, 2,03 Meter Breite, Luftfederung Serie. Für die USA – Audis neues Schlüsselmarkt-Ziel – gibt es zusätzlich eine Dreisitz-Second-Row-Captain-Variante mit integrierter Kühlfach-Konsole.
Die Elektro-Offensive fährt auf der Größenskala herunter: Die A2 e-tron wird zum Gegenentwurf zum VW ID.3, bietet aber 100 Liter mehr Kofferraum und eine Preisliste, die bei 34 900 Euro beginnt. Die überarbeitete Q4 e-tron bekommt ein 89-kWh-Paket und schafft bis zu 620 km WLTP – ein Schlag gegen den Tesla Model Y Long Range. In China, dem umsatzstärksten Einzelmarkt, landen parallel der A6L e-tron mit verlängerter Radstand und der Crossover E7X, beide exklusiv mit Lokalbatterie aus der FAW-Saic-Kooperation.

Die bilanz: mehr umsatz, weniger luft nach oben
Die Zahlen für 2025 spiegeln die Zerreißprobe wider. Audi lieferte 1,644 Millionen Fahrzeile aus – ein Plus von gerade einmal 0,4 Prozent. Der Umsatz klettert dank Preis- und Mix-Anhebung um eine Milliarde auf 65,5 Milliarden Euro. Doch das operative Ergebnis bricht auf 3,37 Milliarden Euro ein. Grund: US-Strafzölle auf EU-Importe und gestiegene Rohstoffpreise. Dennoch steigt der Nettogewinn auf 4,6 Milliarden Euro – ein Effekt aus der Veräußerung der Ducati-Minderheitsbeteiligung und niedrigerer Steuersätze. CFO Jürgen Rittersberger nennt das „ein solides Fundament für die Investitionswelle 2026/27“, kündigt aber gleichzeitig weitere Sparpakete an – insbesondere bei fixen Kosten in der Fertigung.
Der Markt reagiert vorsichtig: Audi-Aktie notiert zum Handelsstart leicht im Minus, weil Analysten die Margenprognose für 2026 auf unter neun Prozent senken. Doch im VW-Konzzern-Verband bleibt Audi die Cash-Cow: 43 Prozent des gesamten Konzern-Gewinns stammen aus Ingolstadt – ein Indiz dafür, dass die Modell-Flut nicht nur Show, sondern Überlebensstrategie ist.
Die Botschaft ist klar: Audi setzt 2026 alles auf eine Karte – Größe, Elektrifizierung und Premium-Positionierung. Ob das reicht, um Tesla und Mercedes auf Distanz zu halten, entscheidet sich an der Ladenkasse der Kunden. Die ist bekanntlich unbestechlicher als jede Bilanz.
