Audi holt mcnish zurück: ex-pilot übernimmt schlüsselrolle!
Schock in der Formel
1: Nur einen Monat nach dem überraschenden Abschied von Teamchef Jonathan Wheatley krempelt Audi seine Führungsstruktur an der Strecke um. Und das mit einer Ansage: Der ehemalige Rennfahrer Allan McNish (56) wird ab dem Grand Prix in Miami am 3. Mai als neuer Racing Director agieren. Ein Mann, der die Fans aus Le-Mans-Zeiten bestens kennen.
Binotto bestätigt: mcnish soll performance-bereiche verbinden
Mattia Binotto, weiterhin Leiter des Formel-1-Projekts und gleichzeitig Teamchef, sieht in der Verpflichtung von McNish einen entscheidenden Schritt. „Diese Ernennung stärkt unsere Führung an der Strecke enorm“, so Binotto. „Allans scharfe Beobachtungsgabe und seine Fähigkeit, die verschiedenen Performance-Bereiche – von der reinen Rennarbeit bis zur Entwicklung unserer Fahrer – zu einem stimmigen Gesamtbild zu verbinden, werden uns in dieser entscheidenden Phase unseres Projekts von unschätzbarem Wert sein.“
McNish ist Audi kein Unbekannter. Er war bereits in verschiedenen Führungspositionen im Motorsport tätig, zuletzt leitete er das Fahrer-Entwicklungsprogramm, das er nun weiterhin ausfüllen wird. Diese Doppelrolle unterstreicht die Bedeutung, die Audi der Fahrerentwicklung beimisst – ein Bereich, in dem McNish zweifellos Expertise besitzt.
Die neue Aufgabe als Racing Director umfasst die Koordination aller Aktivitäten an der Strecke, inklusive Fahrermanagement und Rennstrategie. Eine gewaltige Aufgabe für den 56-Jährigen, der im Jahr 2002 zwar kurzzeitig in der Formel 1 aktiv war, aber vor allem durch seine Erfolge im Langstreckensport – darunter drei Siege bei den 24 Stunden von Le Mans – internationale Anerkennung erlangte. Nico Hülkenberg, der deutsche Pilot von Audi, wird weiterhin von Binotto direkt geführt.
Der plötzliche Abschied von Wheatley im März hatte für Verwirrung gesorgt. Die Umstrukturierung unter McNish scheint nun darauf abzielen, Stabilität und klare Verantwortlichkeiten wiederherzustellen. Ob dieser Schritt ausreichen wird, um Audi im hart umkämpften Feld der Formel 1 zu etablieren, bleibt abzuwarten. Aber eines ist klar: Mit McNish an Bord gewinnt das Team einen erfahrenen Strategen und einen Mann, der die Faszination des Motorsports verkörpert.
