Atubolu ohne klub, prömel heim nach stuttgart – der südwesten rüstet um
Noah Atubolu sitzt in Griechenland im Strandkorb, sein Handy kocht. Seit Freiburg Mio Backhaus für Rekord-12 Millionen verpflichtet hat, ist der frühere Nummer-eins-Keeper arbeitslos. Englische Klubs und ein halbes Dutzend Bundesligisten buhlen, konkret ist noch nichts. Der Vertrag läuft bis 2027, aber auf der Bank wird der 24-Jährige nicht landen.
Prömels schwaben-heimkehr perfekt
Ein anderer Schwabe kehrt definitiv zurück: Grischa Prömel wechselt ablösefrei von der TSG Hoffenheim zum Champions-League-Teilnehmer VfB Stuttgart. Der 31-Jährige unterschreibt bis 2029, passt als Sechser/Box-to-Box-Motor perfekt ins 4-3-3 von Sebastian Hoeneß. Die Ablöse: null Euro, die Symbolik: groß – ein Stuttgarter kommt nach 15 Jahren Profikarriere heim.

Wimmer und co. – hoffenheim kauft sich frei
Während Prömel geht, lässt die TSG die Kasse klingeln. Patrick Wimmer wechselt für rund acht Millionen vom Absteiger VfL Wolfsburg an den Kraichgau, Cajetan Lenz kostet knapp zehn, Alessandro Vogt drei. Drei Deals, eine Philosophie: schnelle, flexible Offensivspieler für Christian Ilzer, dessen Vertrag ebenso verlängert wurde wie die von Sportdirektor Pajduch und Geschäftsführer Schicker. Die TSG will 2027 wieder Champions League spielen.

Stuttgart macht tür für seimen auf
Beim VfB ist indes Alexander Nübel Geschichte. Nach dem Pokalfinale gegen Bayern zog der Rekordmeister die Leihe zurück; Dennis Seimen, bislang in Paderborn, wird zur neuen Nummer eins. Talent und 1,99-Meter-Riese, aber nur 15 Zweitliga-Einsätze – ein Risiko, das Hoeneß bewusst eingeht. Als Backup kehrt Marius Funk nach zehn Jahren aus Cottbus zurück.

Mainz und freiburg – viel geld, wenig show
Mainz sicherte sich Eric Martel und Ransford Königsdörffer ablösefrei, zahlt dafür aber voraussichtlich 20 Millionen für Kaishu Sano, sollte ein Premier-League-Klub zuschlagen. Freiburg verpflichtet zusätzlich Rihito Yamamoto für acht Millionen, verabschiedet Chicco Höfler in die Regionalliga und räumt Platz für jüngere Kräfte.
Fazit: Beim SC Freiburg steht der Torwart-Thron leer, in Stuttgart wird ein Schwabe König. Der Südwesten verändert sich – und die Gerüchteküche brodelt weiter, bis das Fenster am 1. September zuschlägt.
