Atlético madrid: traumspieler flüchten zum erzrivalen!
Ein Schock für die Rojiblancos: Bevor überhaupt die Transferperiode offiziell eröffnet wurde, musste der Hauptstadtklub bereits eine bittere Erkenntnis hinnehmen. Während Atlético unter Simeone zwar deutliche Fortschritte gegenüber Real Madrid und Barcelona auf dem Platz erzielt hat, ist die finanzielle Feuerkraft im Transfermarkt weiterhin ein unüberwindbares Hindernis.

Die madrilenen schlagen zu, während die hauptstädter zögern
Mateu Alemany, der sportliche Direktor, sieht sich gezwungen, seine Transferstrategie komplett neu zu überdenken. Denn zwei seiner Top-Prioritäten, Marc Cucurella und Bernardo Silva, haben sich in dem Moment, als er sich näherte, dem Reiz des Erzrivalen nicht entziehen können. Seine Bemühungen, die Verhandlungen voranzutreiben, waren vergebens – selbst als Bernardo Silva zunächst zögerte und auf ein Angebot aus Barcelona wartete, hatte Alemany es geschafft, ihm die größere Rolle bei Atlético aufzuzeigen. Auch bei Cucurella hatte er die Nase vorn, da Barcelona gezwungen war, Abgänge zu realisieren. Doch dann kam Real Madrid ins Spiel und manövrierte Atlético mit beeindruckender Geschwindigkeit aus der Position.
Es wäre, als würde man Mourinho persönlich anrufen und ihn bitten, die Planungen des Gegners zu torpedieren. In einer blitzschnellen Aktion haben sowohl Bernardo Silva als auch Cucurella ihre rosarote Brille für Atlético abgelegt und sich für das Angebot von Real Madrid entschieden. Der weiße Stolz setzte seine wirtschaftliche Schlagkraft ein, um die Transfers in Rekordzeit abzuschließen – ein Schlag ins Gesicht für die Verantwortlichen im Metropolitano, der sie zu einem Plan B zwingt.
Doch diese Geschichte ist keine Isolated Case. Bereits vor über einem Jahr erlebte Carlos Bucero eine ähnliche Situation, als er seine Fühler nach Carreras ausstreckte. Während die geforderten 40 Millionen Euro vom Benfica Lissabon ihn zögern ließen (er entschied sich stattdessen für Ruggeri zu einem Preis von 17 Millionen), zögerte Real Madrid nicht, die 50 Millionen für das Objekt des Atlético-Interesses zu investieren.
Die Investitionen der Königlichen in die Außenverteidigung sind dabei schwindelerregend: Allein in den letzten beiden Transferfenstern wurden über 100 Millionen Euro in die Verstärkung derselben Positionen investiert. Real Madrid holte nicht nur Cucurella, sondern auch Dumfries, Konate und Bernardo, zudem wurden im Vorjahr Carreras, Alexander Arnold, Huijsen und Mastantuno verpflichtet – ein deutliches Zeichen der ambivalenten finanziellen Möglichkeiten der beiden Klubs.
Während Atlético versucht, mit der Verlängerung von Julián Alvárez zu bestehen, hat Barcelona bereits 80 Millionen Euro für Gordon investiert und plant weitere Offensiven, um den Argentinier zu verpflichten. Das zeigt deutlich die ungleichen Wettbewerbsbedingungen. Die Sommer-Transferperiode verspricht ein spannendes Duell zu werden, aber Atlético muss sich darauf einstellen, dass die finanzielle Überlegenheit des weißen Balletts eine erhebliche Hürde darstellt.
