Atalanta jagt heilung gegen genoa – palladinos perfekte bilanz droht zu platzen
Die Kurve in Bergamo zittert. Drei Spiele ohne Sieg, Pokal-Aus gegen Fiorentina – die Atalanta wirkt angeschlagen. Heute Abend (20.45 Uhr) empfängt sie ein Genoa, das schon mit dem Mittelfinger der Tabelle spielt. Für Gian Piero Gasperini ist das kein Geschenk, sondern eine Falle.
Palladino hat den genoa-fluch auf seiner seite
Sechs Mal begegnete Raffaele Palladino den Rossoblù als Trainer – sechs Mal gewann er. Zweimal mit Monza, zweimal mit Florenz, zweimal mit Atalanta, sogar im Achtelfinale des Coppa Italia. Die Statistik riecht nach Voodoo. Doch diesmal fehlt ihm der Top-Torjäger: Mateo Retegui sitzt wegen Adduktoren-Probleme in der Kabine, Vitinha und Colombomüssen die Lücke füllen.
Genoa reist locker. Die 44 Treffer in 49 Duellen gegen die Dea interessieren hier niemanden. Justin Bijlow kehrt nach Muskelfaserriss zurück, Norton-Cuffy trabt wieder mit der Gruppe, nur Baldanzi dauert es länger. Das 3-5-2 bleibt, aber die Aufstellung riecht nach Rotation: Malinovskyi darf von Beginn an treten, Messias übernimmt die rechte Bahn.

Gasperini dreht an jeder schraube
Seine Antwort: mehr Tempo in der zweiten Welle. Scamacca startet als alleinige Spitze, hinter ihm Samardzic und Raspadori als freie Radikale. Die Viererkette um Pasalic und Ederson soll die Lücken stopfen, die gegen Bologna klafften. Die Aufstellung ist kein Geheimnis, die Intensität schon. Nach 270 Minuten ohne Tor aus dem Spiel heraus muss endlich wieder der Netzer zittern.
Schiedsrichter Ivano Pezzuto aus Lecce pfeift zum ersten Mal in Bergamo. VAR-Assistent Antonio Giua saß schon drüben in Florenz, als Atalanta dort aus dem Pokal flog. Ein Déjà-vu will niemand erleben.
Wer zuschaltet, braucht DAZN oder Sky Sport 251. Die Zahlen vor Ort: 22 Heimsiege, 13 Auswärtssiege, 14 Remis seit 1938. Die Tordifferenz spricht für die Dea (60:44), aber die letzten drei Spiele sprachen lauter. Heute muss wieder Ruhe in die Kurve. Sonst wird es ungemütlich im Gewitter von Bergamo.
