Aston martin: miami-debakel offenbart tiefe probleme
Ein Freitag, den niemand bei Aston Martin vergessen möchte. Die Erwartungen, die Fernando Alonso vor dem Rennen in Miami geäußert hatte – ein Update sei nicht zu erwarten, lediglich Feinjustierungen – scheinen sich als bittere Realität zu bestätigen: Die AMR26-Boliden dümpeln weiter am Ende des Feldes. Ein katastrophales Abschneiden im Qualifying Sprint verdeutlicht die Ausweglosigkeit.

Die qualifikation: ein desaster für stroll, ein ärgernis für alonso
Die Ausgangslage war schon vor dem Qualifying nicht rosig, aber was dann geschah, übertraf selbst die pessimistischsten Erwartungen. Aston Martin landete mit Alonso auf dem 21. und Stroll auf dem 22. Platz – ein Ergebnis, das kaum Hoffnung auf ein respektables Ergebnis in der Sprint-Qualifikation lässt. Die Probleme der Fahrer reichten von Schwierigkeiten beim Reifenmanagement bis hin zu technischen Defekten, die den Ablauf der Qualifying-Versuche massiv störten.
Besonders Stroll hatte einen rabenschwarzen Tag. Sein Versuch, sich eine bessere Position zu erkämpfen, endete abrupt in Kurve 12, wo er einen Reifenschaden erlitt und sein Auto zum Stillstand kam. Die beschädigten Reifen zwangen ihn, direkt in die Boxengasse abzubiegen und gaben das Aus für seine Qualifikation preis. Ein Teufelskreis, aus dem es für ihn nicht mehr herauszuführen war.
Auch Alonso war von Pech verfolgt. Sein vermeintlich vielversprechender Versuch wurde durch eine Überschreitung der Streckenbegrenzungen in Kurve 5 zunichte gemacht. Die dadurch ungültige Runde ließ ihn mit einer Zeit von über 1:44 Minuten ins Protokoll eingehen – weit hinter den Top-Teams und unterhalb der 107%-Regel.
Die Konkurrenz lässt keine Zweifel aufkommen: Während Teams wie Williams die Feinabstimmung ihrer Fahrzeuge perfektioniert haben und in die zweite Qualifying-Phase einstiegen, kämpft Aston Martin weiterhin mit grundlegenden Problemen. Das ist der Unterschied zwischen einem Team, das Fortschritte macht, und einem, das sich im Kreis dreht.
Es ist ein trauriger Kontrast zu Miami 2023, als Alonso mit dem damals ebenfalls nicht eben glänzenden AMR25 überraschend das Q3 erreichte. Die Zeiten haben sich geändert, und der aktuelle Bolide zeigt sich als deutlich größere Herausforderung. Die Frage ist nicht, ob Aston Martin dieses Rennen retten kann, sondern wie viel Arbeit noch nötig ist, um in der kommenden Saison wieder konkurrenzfähig zu sein. Nur mit einem Blick auf 2025, wo bereits ein neues Auto erwartet wird, scheint eine Wende in greifbare Nähe zu sein – aber die Gegenwart ist hart.
